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URBAN MAJIK JOHNSON - Trashlab Chronicl’z Vol. 1

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Artist URBAN MAJIK JOHNSON
Title Trashlab Chronicl’z Vol. 1
Homepage URBAN MAJIK JOHNSON
Label FUENF59
Leserbewertung
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6.4/10 (19 Bewertungen)

In einem schicken, schlichten Digipack erscheint Teil eins der „Trashlab Chronicl’z“, somit auch die erste EP der Allround-Metaller URBAN MAJIK JOHNSON aus Hamburg City. Obwohl die Überbringer der Botschaft urbaner Trash-Musik vom Namen her zu ihrer Herkunft passen, verwundert mich es doch, dass hier drei deutsche Großstädter am Werk sind. Da mir ad hoc kein direkter Vergleich für den Mix aus Hardcore, Reggae, Funk und Metal einfallen will, werfe ich mal einen näheren Blick auf die insgesamt sechs Tracks.

Der Opener hätte mit „Mista Funk“ kaum bezeichnender sein können, weiß man doch direkt, wo die Reise hingeht. Nach kurzem Sample und klatschenden Leuten beginnt das Trio in einem verhaltenem Tempo, funkige Stop-and-go-Rhythmen zieren dabei den Vers. Der Sound der einzigen Klampfe ist hingegen fetziger, etwas mehr auf Metal und Hardcore hin ausgerichtet zudem. Super passend singt dazu der selbst ernannte „Son of Funk“, Fronter und Bassist Rumcajs, indem er die Zeilen eher in einem Hip-Hop-Singsang über die restliche Instrumentenfraktion legt. Nach dem schmissigen Einstieg legt sich das Tanzfieber zunächst etwas, „No More Gold“ zieht die Bremse an. Abgehackte Stoner-Riffs schleppen sich ins Ohr und der ehemalige CRO-MAGS Drummer G-Man trommelt kontrolliert Beats auf seinem Instrument. Verraucht erklingt Rumcajs Stimme, die nebenbei auch eine lateinamerikanische Schlagseite aufweist. Futter für den Pit liefert das anknüpfende „UMJ“. Der wohl kompromissloseste Track der EP fährt deftig mit Hardcore und Nu Metal auf, wobei das schnelle Riff-Gebrate in Kombination mit Reggae-artigem Gesang an SKINDRED erinnert. „Battlestar Urbanica“ hält noch mehr Reggae-Strömungen parat, diesmal aber ohne viel Antrieb. Beinahe könnte man den Song neben den restlichen Kompositionen als langweilig bezeichnen, wer aber auch für chillige Beats etwas übrig hat, der wird hieran mächtig Freude haben. Lange währt der Moment nämlich nicht, denn „Pussyfool“ lässt neben lässigem Funk und Rock auch wieder die härteren Bretter zum Vorschein kommen. Dementsprechend schließt „Grosny“ ebenfalls mit breiter Metal-Gitarre ab. Dass hier tatsächlich nur ein Sechssaiter verwendet wird, fällt bei der gütigen Bandbreite der Stücke beinahe nicht auf.

„Trashlab Chronicl’z Vol. 1“ wird ganz zu Unrecht mit trashiger Musik assoziiert. Die sechs Songs haben Hand und Fuß und schlagen elegant die Brücke zwischen mehreren musikalischen Gefilden, die, wie man sieht, wunderbar harmonieren können. Da sich die Zahl namhafter metallisch-hardcoriger Reggae-Funk-Bands glücklicherweise noch in Grenzen hält, müssen Freunde dieses Bereiches auf jeden Fall reinhören. Absolut fetter Einstand!

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