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URIAH HEEP - Celebration

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Artist URIAH HEEP
Title Celebration
Homepage URIAH HEEP
Label EAR MUSIC/ EDEL
Leserbewertung
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8.3/10 (13 Bewertungen)

40 Jahre orgelgetränkter Hard Rock. Dieses Urgestein hat ganz sicher einen maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung des Genres gehabt und wird zu Recht mit Bands wie BLACK SABBATH oder auch DEEP PURPLE in einem Atemzug genannt. Dabei haben sie sich im Gegensatz zu anderen Formationen noch mehr auf die markante Orgel und ausgefeilte Melodien konzentriert und so einen bandtypischen Sound geschaffen, der Generationen beeinflusst und begeistert hat. Und anlässlich ihres Jubiläums haben sie neben 2 neuen Songs ihre alten Kracher neu eingespielt. Als ich nun las, dass sie zu ihrer eigenen „Revival Band“ anlässlich des Vierzigsten werden, waren meine Gefühle doch leicht gespalten. Will ich die alten Hits in neuem Klanggewand hören?

Zum Glück markiert mit „Only human“ ein neues Stück den Einstieg. Ein guter Rocker, der Hoffnung aufkeimen lässt. Doch nun folgt mit „Bird of prey“ der erste von 12 neu eingespielten Songs. Nicht grandios aber ordentlich. Einen deutlichen Lichtblick bringt „Sunrise“. Diesem Titel stehen die moderne Produktion und die Notentreue zum Original sehr gut. Die „gealterte“ Stimme des Sängers harmoniert zudem recht ordentlich mit der Neuinterpretation. Nach „Stealin’“ folgt mit „Corridors of Madness“ eine weitere neue Komposition. Gute Orgelsounds und eine eingängige Melodie samt mitsingtauglichem Refrain plus tolle Soli an E-Axt wie Orgel machen den Song “groß“. Doch ab jetzt folgen nur noch Neueinspielungen. An „Between two worlds“ gibt’s nichts zu meckern – aber auch nichts zu loben. Für „The Wizard“ hingegen ist der moderne Sound (ähnlich „Sunrise“) förderlich. Die Akustikgitarre klingt angenehmer. Des Weiteren wurde der Titel etwas freier interpretiert und kommt mehr als annehmbar daher. Der große Jammer folgt jedoch nach „Free me“ und „Free and easy“. Einer der wohl größten Hits der Band wurde zu einer Art „Opfer“. Anders kann ich nicht in Worte fassen, wie ich „Gypsy“ empfinde. Um Orgelparts und wilden Instrumentalattacken beschnitten ist „Gypsy“ beinahe zahm und zahnlos. „July morning“ hingegen lebt wieder etwas auf und versucht die Schmach wieder wett zu machen. Danach folgen noch „Easy living“ und „Lady in black“ – und das wars.

Ich muss an dieser Stelle ganz klar meine Enttäuschung zum Ausdruck bringen! 40 Jahre Bandgeschichte hätten mehr verdient als das hier! Klar – die Titel haben auch heute noch Hitpotential und stecken viele der jungen Wilden ohne Probleme in die Tasche. Aber dennoch ist das hier für meinen Geschmack einfach zu lieblos und ideenlos zusammengeworfen und bietet vor allem den langjährigen Fans keinen Kaufgrund. Tut mir leid.

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