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URIAH HEEP - Official Bootleg – Live At Sweden Rock Festival 2009

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Artist URIAH HEEP
Title Official Bootleg – Live At Sweden Rock Festival 2009
Homepage URIAH HEEP
Label EAR MUSIC
Leserbewertung
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Großartige Vorworte zu dieser Band verkneife ich mir aus 2 Gründen: Zum einen sollte wohl jeder Rockfan URIAH HEEP kennen und zum zweiten habe ich die wohl wichtigsten Eckpunkte schon zum Jubiläumswerk „Celebration“ geschrieben. Für meinen Geschmack war ja eben dieses Werk zum 40-jährigen Bestehen der Kapelle nicht der wirklich große Wurf. So hoffte ich nun, dass diese Live-Scheibe etwas mehr bietet.

Die Tracklist liest sich schon einmal gut – wobei mich die Tracklängen doch leicht irritierten. Darauf komme ich aber später noch einmal zu sprechen. Den Einstieg gibt „Sunrise“ – Und schon fällt dem Hörer etwas auf. Der Sound wirkt von Anfang an zahm und man hat jetzt schon das Gefühl, dass der Sänger nicht richtig bei Stimme ist, was dann auch deutlich bei den charakteristischen hohen Schreien auffällt. Nachfolgend stimmt die Band „Stealin“ an. Da gibt es nichts zu mosern. Ein gutes Solo an der Gitarre zur Mitte des Songs lässt aufhorchen. Doch nun folgt eine wirklich große Enttäuschung: Wenn man die Fans nach dem wichtigsten Orgelstück der Band fragt, sollte wohl „Gypsy“ die Antwort sein. Und wer frühere Auftritte von URIAH HEEP kennt – vor allem das legendäre „Live January 1973“ (damals unter Bronze Records veröffentlicht), der weiß, dass gerade „Gypsy“ live ein Ohrenschmaus ist. Während es die Studioversion schon auf über 6 Minuten Spielzeit schaffte, knackte das Stück live nicht selten die 15-Minuten-Marke. Was nun hat die Band geritten, gerade hier diesen Kultklassiker auf gerade mal 5:35 zu „kastrieren“? An dieser Stelle sei das Prädikat „enttäuschend“ mehr als angebracht. Das nachfolgende „Look at yourself“ entschädigt jedoch etwas. Dennoch muss man bis „July morning“ warten, bis man mal wieder etwas mehr Spielfreude zu hören bekommt. Dieses wird gefolgt von einer kurzen Version des Klassikers „Easy Living“. Das Finale dieser nicht einmal einstündigen CD gibt dann noch die „Lady in black“. Alle diese Stücke wurden sauber aufgenommen, auch wenn sie klanglich zahm und zurückhaltend wirken. Was ich jedoch bei der Produktion als störend empfinde, ist, dass bis auf eine Ausnahme jeder Titel dieser CD ein- und ausgeblendet wird. Damit geht das Feeling eines Konzerts definitiv verloren.

Kann ich diese CD nun guten Gewissens empfehlen? Ich weiß es nicht! Ich persönlich höre mir viel lieber den erwähnten Mitschnitt von 1973 an. Das heißt aber nicht, dass das Teil hier schlecht ist. Nein, vielmehr hat man das Gefühl, dass die Herrenriege mit „gebremstem Schaum“ fährt, um das Konzert zu schaffen. Also sollte man vor dem Kauf gründlich in dieses Album reinhören. Denn mehr als ein „souveräner Mitschnitt ohne wirkliche Höhen“ ist das hier nicht.

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