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URIAH HEEP - Official Bootleg Vol. 4 – Live in Brisbane, Australia 2011 (2-CD)

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Artist URIAH HEEP
Title Official Bootleg Vol. 4 – Live in Brisbane, Australia 2011 (2-CD)
Homepage URIAH HEEP
Label EAR/ EDEL
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Der Reigen der „Official Bootleg“-Reihe geht weiter. Vor einiger Zeit hatte ich neben der „Celebrations“ (Best Of zum Bandjubiläum) auch die „Official Bootleg – Live At Sweden Rock Festival 2009“ auf dem Tisch und war nicht wirklich begeistert – von keiner der beiden Scheiben. Nun kann man sich ja vorstellen, dass ich mich gefragt habe, ob es nicht besser wäre, wenn es die alten Herren nicht etwas ruhiger angehen lassen sollten, anstatt immer munter weiter diese „Official Bootlegs“ zu vermarkten.

Aber (und das gebe ich sehr gern zu): Ich habe mich geirrt! Die Herren können es noch, wie sie es hier bei dem Konzert in Australien beweisen. Vielleicht liegt es an der frischen Luft, an den jubelnden Fans, oder aber auch daran, dass die Band das letzte Mal von 25 Jahren auf jenem Kontinent war. Den Einstieg gibt das psychedelische „Wake the sleeper“. Und irgendwie hat man gleich das Gefühl, dass die Band einen Jungbrunnen gefunden hat. Mick Box singt, wie man es erwartet/ erhofft, die Gitarren quietschen, wilde Attacken auf Schlagzeug und Klampfe lassen mich aufhorchen. Nun folgen weitere Kracher, die mich breit grinsen lassen: „Return to fantasy“, „Only human“ oder „Book of lies“ sind nur einige Beispiele. Ein wirklicher Ohrwurm kommt dann auch noch mit „Bird of Prey“. Und immer mehr merkt man, dass Mick (Gesang) seine Stimme weitaus besser im Griff hat als bei der oben genannten Schweden-Platte. Er kreischt, er singt, er schreit. Genau so erwartet man das. Natürlich dürfen auch andere Klassiker nicht fehlen. Den Abschluss der ersten der beiden CDs macht „Free Me“. Aber (und eh ich zu sehr schwärme) folgt ziemlich zu Anfang der zweiten CD eine herbe Enttäuschung. WARUM wird seit einer Weile der Klassiker schlechthin, ich rede von „Gypsy“, so kastriert. Eine Live-Version mit 4:35 – das geht nicht! Gerade dieses Stück lädt doch zum Headbangen ein, und ich schätze, dass viele Fans die ausgedehnten Orgelattacken vermissen. Sehr schade. Dass es jedoch auch anders geht, beweist die Band schon kurze Zeit später. Zum einen mit „Look at yourself“ und zum anderen mit dem elfminütigen „July Morning“. Die beiden Stücke entschädigen mich definitiv für des beschnittene „Gypsy“. Jetzt folgen noch drei Klassiker, von denen natürlich die „Lady in black“ das Finale macht. Klanglich als auch von der Darbietung der Musiker kann ich hier nicht meckern.

Wie bereits erwähnt: Die Musiker scheinen einen Jungbrunnen gefunden zu haben, denn dieser Live-Mitschnitt ist für mich bedeutend besser als die vorherigen „Official Bootlegs“. Die Band spielt befreit und wild und lässt dem Publikum eigentlich keine Zeit zum Atmen. Gelungen.

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