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V:NESS - Electric Punk

VN:F [1.9.22_1171]
Artist V:NESS
Title Electric Punk
Homepage V:NESS
Label 2006 RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
9.0/10 (2 Bewertungen)

Ein wirkliches hübsches Cover, eine wirklich hübsche Frau: Vanessa aus Hagen, die vor 2 Jahren durch einen Finalplatz bei Raabs Superstar-Suche auffiel, präsentiert anno 2006 ihr Debüt unter der „hippen“ Bezeichnung V:NESS. Sie wirkt gleichsam frech wie sensibel, die deutsche PINK? Kumpeltyp und Sexsymbol? Dazu noch dieser Titel, „Electric Punk“, das hat was, auch ich wurde sogleich neugierig auf den Sound der NRW-Dame, die bereits seit vielen Jahren musikalisch aktiv ist.

Doch leider klingen die 13 Kompositionen weder elektrisch noch in irgendeiner Art und Weise punkig unangepasst. Stromlinienförmiger Pop Rock schallt da aus den Boxen, einzig und allein zusammengehalten durch Vanessas tolle Stimme, die nach meinem Dafürhalten aber durchaus noch etwas rotziger klingen könnte. Wenn man bedenkt, dass an diesem Album 2 Jahre herumgewerkelt wurde, überrascht doch die hohe Dichte an Coverversionen. Als da wären: CINDY LAUPER mit „She Bop“ (auch Vorabsingle), GREEN DAYs „Good Riddance“, SHEILA NICOLLS’ „Fallen for you“ (bekannt u.a. vom High Fidelity-Soundtrack) oder die Bob-Hymne „Heat on Ice“, im Original von den Dresdnern [D:PROJEKT]. Die restlichen Tracks wurden allesamt von versierten Lohn Songwritern zusammengezimmert, die u.a. schon für GRACIA (Adam Alvermark), NATALIE IMBRUGLIA (Colin Campsie) oder TOBIAS REGNER (Florian Peil) gearbeitet haben, der „Superstar-Kreis“ schließt sich also schnell. Wären die Stücke genauso frech wie das Artwork geworden, der eine oder andere Aha-Effekt wäre der Scheibe sicher gewesen. So aber geht man den einfachsten Weg, ein paar poppige Gitarren hier, ein paar schwülstige Keys dort, einige hymnenhafte Refrains, ein paar Uptempo-Nummern, dann wieder Balladen. „Mädchen Rock“, der keinem weh tut. Erinnert ein wenig an ELLI, die ja mit ihrem Debüt auch nicht so richtig vom Hocker kam, da spielen PINK oder AVRIL nun doch schon in einer anderen Liga.

Dennoch kann man der jungen Dame stimmliches Talent nicht absprechen, sie braucht halt einfach stärkeres und wie ich finde auch rockigeres Material. Als kleinere Highlights schlagen immerhin das peppige „I know“ und Y zu Buche. Ansonsten gilt: Ordentlicher Einstieg in die raue Musikbranche, doch zu mehr als einem Achtungserfolg wird es fürs erste nicht reichen.

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