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VADER - Welcome To The Morbid Reich

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Artist VADER
Title Welcome To The Morbid Reich
Homepage VADER
Label NUCLEAR BLAST
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Das polnische Death Metal-Flagschiff VADER meldet sich zwei Jahre nach seinem Einstand bei Nuclear Blast mit „Welcome To The Morbid Reich“ zurück. Betrachtet man die Äußerlichkeiten, fällt sofort das klassische VADER-Logo auf dem symbolträchtigen Cover ins Auge und auch wenn man ins Detail geht, scheint Herr Wiwczarek der Vergangenheit Tribut zu zollen, da sowohl der Albumname an das 1990er Demo angelehnt ist als auch mit „Decapitated Saints“ ein Uralt Song vom 89er „Necrolust“ Demo neu eingezimmert wurde.

Wer nun aber denkt, dies seien nur sentimentale Momente eines Herren in den Mittvierzigern an die gute wilde Zeit, wird nach dem orchestralen Intro mit dem präzise knüppelnden und partiell blastenden Titeltrack schnell umgestimmt werden. VADER sind brutal, VADER sind unbequem und in den folgenden „The Black Eye“, „Come And See My Sacrifice“ und „Only Hell Knows” zumeist auch unerhört schnell. Sicher, hier und da kommt mal ein Slo-Mo Part oder ein langsameres SLAYER-Riff, aber immer wenn man denkt, es wird ruhiger, kommt wieder der Blast-Knüppel aus dem Sack. Die erste richtige Verschnaufpause folgt in Form des orchestral beginnenden „I Am Who Feasts Upon Your Soul“, einem Midtempo-Riffer, bei dem besonders die akzentuierte Doublebass-Arbeit von Pawel „Paul“ Jaroszewicz zu gefallen weiß. Insgesamt mit Abstand der zugänglichste Song des Albums. Denn trotz aller Brutalität und Geschwindigkeit passiert in den Songs vom „Welcome…“ derart viel, dass es selbst nach mehrmaligem konzentrierten Durchhören schwer fällt, sich an einzelne Songs oder Riffs zu erinnern. „I Had A Dream“ ist mit seiner rasenden Geschwindigkeit und seiner relativ simplen Struktur eine willkommene Abwechslung und auch das herrlich thrashig daherkommende „Lord Of Thorns“ weiß zu gefallen. Dazu passt das eingangs schon erwähnte „Decapitated Saints“ mit seinen SLAYER-Einflüssen, die dezent an „Hell Awaits“ erinnern. Das abschließende „Black Velvet And Skulls Of Steel“ zeigt dann noch einmal die wuchtig-riffende Seite VADERs mit einigen melodischen Leads.

Wer VADER liebt, wird auch dies Album lieben und wer VADER bislang nicht mochte, wird auch mit „Welcome…“ kein VADER-Fan werden. Das Album ist erstklassig eingespielt, hat durchaus seine atmosphärischen Highlights (wenn auch sehr böse) und eine Produktion, die internationalen Maßstäben gerecht wird. Dennoch hat mir der direkte Vorgänger „Necropolis“ einen Tacken besser gefallen. Trotzdem sind VADER auch 2011 eine Macht.

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