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VALIENT THORR - Stranger

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Artist VALIENT THORR
Title Stranger
Homepage VALIENT THORR
Label VOLCOM ENTERTAINMENT
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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Valient Himself, Eidan Thorr, Dr. Professor Nitewolf Strangees, Sadat Thorr, Lucian Thorr… Was sich liest, wie die Besetzungsliste eines Mash-Ups zwischen der Rocky Horror Picture Show und Conan der Barbar, sind in Halbwahrheit die momentanen Austauschschüler vom Stern VALIENT THORR, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, uns Erdenbürger mit einem dreckigen Bastard aus Punk, Metal und ROCK in die Knie zu zwingen…

Unterstützt werden die Aliens vom irdischen Label Volcom, welches fast unbemerkt ein Schmankerl nach dem Anderen veröffentlicht, wobei sicherlich ASG und die RIVERBOAT GAMBLERS die Highlights sind. Für eine eigentliche Klamottenschmiede auf jeden Fall eklektisch ausgewählt und mit Herzblut betreut. „Stranger“ ist nun schon das fünfte Album im siebten Jahr bei Volcom, demnach (scheinbar) locker aus der Hüfte geschüttelt, scheint die neue Trommelfellmassage auch auf das Tonband gesprungen zu sein. Genauso ungewaschen wie die Barthuldiger vom Cover linsen, rumpelt und pumpelt die Produktion aus dem Hause Jack Endino aus den Lautsprechern. Fick cleane Pro-Tools-Sounds, hier glühen die Röhren wie frisch in Schellack gemeißelt!

Der Opener „Gillionaire“ verstört erst einmal ein wenig mit seinen Breaks und stranger Theatralik, aber dann „Sleeper Awakes“ und „Disappearer“: Eine Ausgeburt an Achtziger-Crossover! GANG GREEN, RICK KIDS ON LSD, SUICIDAL TENDENCIES, MOTÖRHEAD in einen Mixer geschmissen, noch eine Portion HOOKERS und IRON MAIDEN hineingeworfen, fertig ist ein Metal-Punk-Core-Kracher ältester Schule. Macht unweigerlich gute Laune, aber schon hier bekommt man das leichte Gefühl, dass VALIENT THORR auf den Bühnen von verschwitzten Clubs einfach besser funktionieren, als auf einem nicht verschwitzten Tonträger. „Double Crossed“ ist sicherlich die hittigste Nummer auf „Stranger“. Handclaps, ein Rhythmus, wo man mitmuss, eine Melodie, die man schon von irgendwo her kennt, gepaart mit furiosen Solis ergibt ein lautes: Hey Allright! Tonight, it´s judgement time! „Night Terrors“ überrascht mit U2 Gitarren-Intro, um anschließend nach vorne zu galoppieren und dabei tatsächlich stellenweise bei der Melodieführung nach DAG NASTY zu klingen, dass muss man erstmal fertig bringen. Der Rest des Longplayers schwankt zwischen diesen Ingredienzien. Wird der Schwerpunkt aber größtenteils auf Midtempo gelegt, verzettelt man sich ein wenig in den eigenen Arrangements, wobei „Woman In The Woods“ sicherlich der schwächste Track des dreckigen Dutzends und „The Recognition“ nicht mehr, als ein langweiliger, instrumentaler Füller ist. Aber „Vision Quest“ und „Habituary“ sind auch im hinteren Teil Garanten für Fast-Forward-Punk-And-Roll.

„Stranger“ macht auf Konserve eines deutlich: Eine Live-Show mit den Insassen von VALIENT THORR sollte man sich keinesfalls entgehen lassen. Und der Funktion als Appetizer wird das Album mehr als gerecht. Auf Konserve wird man sich die Jungs sicherlich nicht allzu oft geben, dennoch überwiegt der Sympathiebonus, muss man die kleinen Glücksbärchis doch einfach lieb haben!

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