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VALLEY OF THE SUN - Electric Talons of The Thunderhawk

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Artist VALLEY OF THE SUN
Title Electric Talons of The Thunderhawk
Homepage VALLEY OF THE SUN
Label FUZZORAMA
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

 

Wir schreiben das Jahr 2014. Stoner- oder Retro-Rock erfreut sich großer Beliebtheit bei Fans und Kritikern, Bands sprießen aus dem Boden wie Pilze (sic!), ganz … äääh… Gallien ist vom Vintage besiegt. Nur ein kleines Dorf namens Cincinnati, Ohio hört nicht auf…usw….

Von dort stammen nämlich VALLEY OF THE SUN, die nach bereits zwei in Eigenregie veröffentlichten EP’s heuer ihr erstes Full Length-Album unters Volk bringen. Im Gegensatz zu vielen ihrer Genrekollegen, die ihre Authentizität durch eine besonders altmodische und staubige Produktion unterstreichen (müssen), setzt „Electric Talons of The Thunderhawk“ ein fettes Ausrufungszeichen und überzeugt mit einem extrem druckvollen und transparenten Sound aus der Feder von John Naclerio (u.a. MY CHEMICAL ROMANCE), der auch in den basslastigen Momenten völlig ohne dumpfes Wabern auskommt und sich niemals in einem allzu versandeten Gitarrenbrei verliert. Wer jetzt behauptet, das würde den Stoner Rock des Trios aus den USA seiner Seele berauben, der irrt ganz gewaltig. VALLEY OF THE SUN zielen mit ihren hochenergetischen Songs nämlich in erster Linie auf die Hüften und auf die Knie, anstatt sich schwerstens benebelt dem psychedelischen Fuzz-Wahn hinzugeben. Schließlich lassen sich auch durch ekstatisches Tanzen (und dazu verleitet das Album ungemein) Rauschzustände herbeiführen. Nach dem zu Beginn auf Low-Fi getrimmten, Intro-ähnlichen Opener „Worn Teeth“ beginnt die Party so richtig mit dem ausufernden „As Earth And Moon“, in dem der flotte Dreier das Gaspedal kräftig durchtritt und die Rhythmussektion aus Aaron Boyer (Drums) und Ryan McAllister (Bass) ein trittfestes Fundament aus derben Grooves und tollen Läufen legt, auf dem sich Fronter Ryan Ferrier mit seinen Power-Riffs und vor allem mit seiner beeindruckend kraftvollen und voluminösen Hardrock-Stimme austoben kann. Das erinnert dann auf sehr positive Weise an die viel zu unbekannten EL CACO, gewürzt mit einer wohldosierten Prise Sludge. Im extrem treibenden „Maya“ wird es beinahe ein wenig sleazy, bevor im pumpenden „Nomads“ den unvermeidlichen Helden der Wüste (aka KYUSS) würdevoll gehuldigt wird. „Within The Glare“, „Gunslinger“, „Centaur Rodeo“, das Adrenalin spritzt über die komplette Spielzeit des Rundstücks aus allen Poren, kurze Erholung gibt es nur beim ruhigen Zwischenspiel „Lazer Vision Intermission“, das angenehm fluffig daher kommt. Kurzum: „Electric Talons of The Thunderhawk“ ist ein verdammter Killer!!

Wer (wie ich) das Glück hatte, die Band bereits einmal auf der Bühne zu erleben, wurde Zeuge der Tatsache, dass VALLEY OF THE SUN den auf „Electric Talons Of The Thunderhawk“ erzeugten Druck auch problemlos live reproduzieren können. Das sagt zwar nichts über die ohnehin über jeden Zweifel erhabene Qualität des Albums aus, gibt aber einen Extrapunkt für – jawohl! – Authentizität! Pflicht für jeden Freund kraft- und schwungvoller Riffs ist die Scheibe sowieso, und zwar ohne jede Diskussion.

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