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VANESSA PETERS - Modern Age

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Artist VANESSA PETERS
Title Modern Age
Homepage VANESSA PETERS
Label IDOL RECORDS
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Tja, wie so viele hatte auch VANESSA PETERS für das Jahr 2020 ne Menge Pläne, die sich allerdings nicht mal ansatzweise umsetzen ließen. Die Europa-Tour viel ins Wasser und auch die Tonstudio-Sessions konnten nicht wie geplant im heimischen Texas stattfinden. Stattdessen saß die 40-jährige Musikerin mit ihrer italienischen Live-Band inklusive ihres Mannes sowie Drummers und Keyboarders Rip Rowan im ersten Corona-Lockdown in Italien fest. Ein Land, das schon mal für ein Jahr ihre Heimat war. Die neuen Songs warteten als Demos bereits darauf, aufgenommen zu werden und was lag da näher, als sich irgendwo im Stiefel ein Aufnahmestudio zu suchen? Also kehrte Vanessa nach Castiglion Fiorentino zurück, mietete ein altes Bauernhaus und finalisierte „Modern Age“.

Tatsächlich sind mit dem jüngsten Longplayer neue Zeiten angebrochen, denn VANESSA PETERS hat sich über weite Strecken vom Singer-Songwritertum mit Americana-Einschlägen verabschiedet und setzt stärker auf Indie-Rock. In diesem Sinne startet bereits der titelgebende Opener „Modern Age“ mit knackigen Gitarren-Chords und dank des nachfolgenden „Make Up My Mind“ kommen Erinnerungen an den 90er-Jahre-Grunge der SMUSHING PUMPKINS auf – gepaart mit einer dezenten Folk-Note. Beschwingt übernimmt „Crazymaker“, wohingegen „Valley of Ashes“ tiefenentspannt daherkommt. Rhythmusbetont spielt sich „Hood Ornament“ in die Gehörgänge – überhaupt sind die elf Songs in Gänze sehr eingängig und gehen samt und sonders nicht nur ins Ohr, sondern bleiben auch in Erinnerung. Das muntere „The Band Played On“ zeigt die US-Amerikanerin von einer etwas leiseren, emotionsgeladenen Seite, bevor „Never Really Gone“ einen Hauch FLEETWOOD MAC in den Sound bringt. Speziell das reduzierte „The Weight of This“ lässt mich an SUZANNE VEGA denken, ehe Vanessa mit dem wütenden „Yes“ gerade die Frauen auffordert, an sich selbst zu glauben und sich nicht klein zu machen. Bleiben noch „The Try“ und „Still Got Time“, die aufgeräumt das Finale einer abwechslungsreichen Platte bestreiten.

Mit „Modern Age“ lässt sich VANNESSA PETERS irgendwo zwischen der bereits erwähnten SUZANNE VEGA und einer rockigen ALANIS MORISSETTE verorten. Auch AIMEE MANN ist insbesondere stimmlich nicht weit entfernt. Macht im Ergebnis ein im besten Sinne altmodisches Album, das handgemachten Rock mit viel Herzblut liefert.

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