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VARGAS BLUES BAND - Heavy City Blues

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Artist VARGAS BLUES BAND
Title Heavy City Blues
Homepage VARGAS BLUES BAND
Label OFF YER ROCKA
Leserbewertung
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5.0/10 (1 Bewertungen)

Es gibt sie halt doch, die Konstanten im Leben. Das war einer der ersten Gedanken, als ich das neue Werk der VARGAS BLUES BAND in den Händen hielt. Denn pünktlich wie ein Uhrwerk kommt nun ihr zwanzigstes Album (und das im zweiundzwanzigsten Jahr der Band). Und genau diese Verlässlichkeit lässt die Band auch wieder im Stil ihrer Musik ausblitzen. Denn, mal ehrlich, jeder der die VARGAS BLUES BAND kennt, weiß, was ihn erwartet, oder hofft es zumindest.

Und gleich zu Beginn sei gesagt – ihr werdet nicht enttäuscht! Denn der so typische raue Mix aus Blues, Rock, Songwriterelementen (ich denke hierbei an die charakteristische und charismatische Mundharmonika) ist von Beginn an allgegenwärtig. Schon zu Beginn zaubert das dezent frivole „Shake baby shake“ sowohl mit Text als auch Musik ein Lächeln auf meine Lippen. Vor allem die herrlich aufheulende Gitarre um 1:55 und später um 2:45 spricht mich sofort an. Was für ein Killersolo! Dagegen wirkt das folgende beinahe klassisch rockende „Rock’n’Roll Circus“ schon beinahe harmlos. Eingängige Riffs und Mitgröhlrefrain mit tollem Harp-Spiel wissen aber dennoch zu gefallen. „Searching for love“ spielt dann natürlich passenderweise erheblich bluesiger auf als seine Vorgänger. Hier wird gemeinsam mit dem Sechssaiter gelitten. Allerdings kommt der erste richtig große Wurf mit dem folgenden „Back to my love“. Dieser rein instrumentale Slow-Blues darf sich getrost Schulter an Schulter mit GARY MOOREs „Parisienne walkaways“ stellen. Beim nun folgenden Stück war ich anfangs etwas zwiegespalten. Mal ehrlich, wer vergreift sich denn schon an einem wahren Rockklassiker wie „Love hurts“. Der NAZARETH-Kracher ist schon eine Herausforderung. Aber was soll ich sagen? Zum einen klingt die Darbietung am Mikro so herrlich rauchig wie das Original und zum anderen gefällt mir die betont rhythmische Arbeit am Schlagzeug. Ich weiß zwar nicht, ob mir die Version besser gefällt als das Original. Aber schlecht ist sie auf keinen Fall. Was mir aber auf jeden Fall gefällt, ist die erdige Produktion. Sie lädt definitiv zum laut Hören ein.

Am Ende steht für mich fest, dass dieses Werk schon jetzt eines der aktuellen Highlights des Jahres ist. Ausladende Soli, tolle Melodien, Texte, die zwischen Kitsch, Klischee und Humor schwanken und jede Menge transportierter Spaß haben mich überzeugt und mich auch nach mehrfachem Hören nicht losgelassen. Tolles Werk!

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