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VARGRIMM - Des Wolfes Zorn

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Artist VARGRIMM
Title Des Wolfes Zorn
Homepage VARGRIMM
Label ASATRU KLANGWERKE
Leserbewertung
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7.4/10 (13 Bewertungen)

Pagan aus Deutschen Landen, und dann noch mit „freundlicher Unterstützung“ von Ingo (RIGER) sowie Rico (MINAS MORGUL). Na wenn das kein Grund ist, auf die politischen Barrikaden zu gehen. Aber mal ehrlich – das ist doch sinnlos, oder? Denn das hier vorliegende Werk hat mit Politik soviel zu tun, wie GRATEFUL DEAD mit einer Anti-Drogen-Bewegung.

Was hier ertönt ist melodischer Metal, der sich frei im klassischen Sound als auch im Pagan austobt und zuweilen auch akustisch und mit sauberer Stimme erklingt. OK, das hört sich jetzt wie ein Klischee an, welches zig andere Bands auch bedienen. Mag sein – aber hier wirkt es. Der Opener „Nagelfar“ stürmt dabei auch gleich kompromisslos vor. Fette Riffs und gut verständliche Lyrics sprechen den Hörer sofort an, während er auf dem Totenschiff durch endlose Weiten treibt. Der nun folgende Namensgeber des Albums steigt mit klassischen Heavy Metal-Riffs ein. Nach kurzer Zeit jedoch zieht man die Geschwindigkeit an und tobt durch den Song wie der besungene Wolf. Überhaupt fällt auf, dass die Texte sich zwar in typisch heidnischem Metier befinden, aber doch abseits von klassischen Schlachtenhymnen toben. „Gedanke & Erinnerung“ als auch „Vom Vater zum Sohn“ seien da erwähnt. Dazu kommen auch noch die gesanglichen Beiträge von Ingo und Rico. Lediglich das zaghafte Stimmchen von Steffi (lt. Booklet eine Freundin der Band) fällt negativ auf. Sie mag zwar gut singen können, aber diese Art Stimme erinnert eher an ERBEN DER SCHÖPFUNG als an schweren Metal und wirkt dementsprechend deplaziert. Tatsächlich klingt das Stück in der akustischen Bonusfassung besser. Hier muss sich Steffi nicht gegen die Gitarrenwände durchsetzen. Was noch positiv auffällt, ist die Produktion. Da hört man, wie Pagan zu klingen hat: Druckvoll und präzise, und die Sänger versteht man trotz des genretypischen Gesangs gut.

Ich denke mal, dass Pagan Fans hier keinen Fehler machen, vor allem, wenn man sich auch gern mal eine RIGER-CD antut. Denn auch wenn hier eigentlich ein recht klassisches „Heiden-Album“ vorliegt – Spaß macht es auf jeden Fall.

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