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VARIOUS ARTISTS - Dark Awakening Vol. 4

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Artist VARIOUS ARTISTS
Title Dark Awakening Vol. 4
Homepage VARIOUS ARTISTS
Label COP INTERNATIONAL
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Die Dark Awakening-Reihe geht bereits in die vierte Runde und wieder gelingt es DJ Dirk Neveling mit sicherem Gespür 33 Tracks für die Tanzflächen der schwarzen Szene auszuwählen. Eine gelungene Mischung aus alten Hasen wie SLEEPWALK, FAITH AND THE MUSE oder ESCAPE WITH ROMEO und hungrigen Newcomern, die sicher in Zukunft noch für einige Furore sorgen werden. Als Beispiel seien nur GRENDEL und AMDUSCIA zu nennen. Der Sampler ist wie immer in 2 Hälften unterteilt:
CD 1 bedient die Electrofraktion. Meine Tanzflächentipps: COMBICHRIST mit „God wrapped in Plastic“ sowie SLEEPWALK („Hackerstate“), dieser Band gönnt man nach einigen guten VÖs endlich den Durchbruch. Vielleicht war es ein sehr geschickter Schachzug sich von [:SITD:] remixen zu lassen. Des weiteren ROTERSAND, mit Rasc von THE FAIR SEX, die dem auf dem Album eher langweilig klingenden „Lifelight“ ein teknoides Kostüm verpasst haben, das wirklich klasse klingt. Zu guter letzt das sicherlich schon bekannte „Melodies for the Devil“ der Mexikaner AMDUSCIA, mit Samples aus dem siebziger Jahre Skandalfilm „Der Exorzist“. Einziges Manko, aber absolut kein Schwachpunkt der CD: Großteile der Tracks klingen untereinander sehr austauschbar. Gerade bei den heutigen technischen Möglichkeiten täten dem EBM-Bereich ein wenig Innovation und neue Ideen sicher gut.

CD 2 widmet sich den „Vogelnestträgern“: Düstere Sounds, melancholische Stimmungen, im Stile der alten Vorbilder. Alle Bands spielen geschickt mit den typischen Stilmitteln, die CD wirkt insgesamt sehr retromäßig und bestimmt haben auch Goths der ersten Stunde hier ihre Freude: FRANK THE BAPTIST starten mit „Silver is her colour“ sehr rockig, beinahe punkig, NECROMANTIC SUNSHINE scheinen bei „Lonely“ Marilyn Manson entführt und im Studio zum Singen gezwungen zu haben, „1, 2, 3“ von ZE422 ist eine lustige Mischung aus NDW und Commodore Computer Beats, die alten Hasen ESCAPE WITH ROMEO und DRONNING MAUD LAND runden mit zwei klasse Songs den Silberling adäquat ab.

Eine rundum gelungene Compilation, die in der mittlerweile schier unüberschaubaren Samplerflut positiv in Erinnerung bleiben wird. Wie bei jeder Zusammenstellung sind einige Stücke überflüssig, aber das ist unerheblich. Inhaltlich gefällt mir die Aufteilung der beiden Gebiete auf separate Tonträger, oft ist es ja so, dass der Electrofan mit Gothic nicht viel anfangen kann und umgekehrt. Hier ist aber eindeutig zu empfehlen mal einen Blick über den Tellerrand zu werfen und die entsprechend andere CD im Player rotieren zu lassen: Es lohnt sich.

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