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VEGA4 - You and Others

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Artist VEGA4
Title You and Others
Homepage VEGA4
Label RED INK
Leserbewertung
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Mannomann, da haben die vier Herrschaften von VEGA4 sich aber echt Zeit gelassen. Satte fünf Jahre ist es her, seit das viel gelobte Debütalbum “Satellites” erschienen ist. Da war ein Nachfolger ja auch langsam mal fällig oder sollten dem Quartett nach dem Erstling schon die Ideen ausgegangen sein?

Sagen wir es mal so: Vieles wirkt ein bisschen abgekupfert. „You And Others“ ist nette Unterhaltung, aber irgendwie hat man das Gefühl alles schon mal so ähnlich gehört zu haben. Der Opener „You And Me“ kommt durchaus frisch rüber und macht neugierig. Auch „Traffic Jam“ vermag zu unterhalten, aber im Hinterkopf formt sich bereits die Frage, wo man das schon mal vernommen hat. Mit „Tearing Me Apart“ finden wir uns endgültig irgendwo zwischen MAXIMO PARK, MUSE, KEANE und COLDPLAY wieder. Dabei ist der Song nicht schlecht, nur leider eben nicht besonders eigenständig. Die Fans der US-Krankenhaus-Herz-Schmerz-Serie „Grey’s Anatomy“ kennen das zuckrig-süße „Life Is Beautiful“ bereits, das von „You“ und „Let Go“ abgelöst wird. Wie es scheint, befinden VEGA4 sich gerade in einer Phase, die von hymnenartigen Schmusenummern dominiert wird. Auch „Bullets“ geht in jene Richtung. Mal ist das okay, aber in dieser Häufung fehlt mir ein wenig Speed. Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, dass die Songs live hervorragend funktionieren, weil man sie perfekt mitsingen und man ihnen dann auch etwas mehr Druck verleihen kann (was man auch schon auf der Konserve hätte tun sollen). „Paper Cuts“ schließt sich nahtlos an, während die einleitenden Gitarrenklänge von „If This Is It““ aufhorchen lassen. Gerade der Minimalismus macht den Song wieder interessant, hebt ihn angenehm von seinen Vorgängern ab und gefällt mit gefühlvollen Cello-Einlagen. Ein bisschen Tempo kommt dank „A Billion Tons of Light“ dann doch noch ins Spiel, bevor „Boomerang“ den Reigen in bekannt ruhig-epischer Manier beendet.

Schade, dass das weltumspannende Kleeblatt (Sänger & Gitarrist Johnny McDaid ist Ire, Bassist Simon Walker Brite, Schlagzeuger Bryan McLellan Kanadier und Gitarrist Bruce Gainsford Neuseeländer) nicht etwas mehr Dampf gemacht hat. So wird eine Spur zu sehr geschmachtet und auf vermeintlich große Gefühle gesetzt. Was die Wahl-Londoner abliefern ist beileibe nicht schlecht, aber ich glaube, die Jungs hätten es auch noch besser gekonnt.

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