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VELVETEEN QUEEN - The Greater Good

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Artist VELVETEEN QUEEN
Title The Greater Good
Homepage VELVETEEN QUEEN
Label SILVER LINING MUSIC
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Wer meint, der Glam Rock der Eighties sei tot, sollte seinen Blick gen Schweden wenden, denn dort beweisen Samuel Nilsson (Gesang & Keys), Lukas Axx (Gitarre), Noah Mardh (Gitarre), Vilmer Fall (Bass) und Isac Borg (Drums) mit ihrer Hardrock-Combo VELVETEEN QUEEN gerade das Gegenteil. Ihr zweiter Studio-Streich „The Greater Good“ hat soeben das Licht der Plattenläden erblickt und verspricht hymnische Rocksongs mit einprägsamen Hooks.

Was die Herrschaften aus dem hohen Norden darunter verstehen, stellen sie sogleich mit ihrem Opener „Too Far Gone“ klar: die Langäxte werden alsbald von der Leine gelassen und auf die Ohren gibt es feinsten Sleaze Rock, bevor der fett groovende Titeltrack „The Greater Good“ nicht nur Klavierparts von Peter Keys (LYNRYD SKYNRYD) zum Besten bringt, sondern auch an die Altvorderen von GUNS’N’ROSES denken lässt. Auf jeden Fall ein Highlight der Platte! „Talk Or Walk“ schließt sich mit eingängigen Melodien an, bevor das riffgeladene „Adrenaline“ das Tourleben feiert und genau dort auch entstanden ist. Ich vermute übrigens, dass im Tourbus Mucke von AEROSMITH lief. Dass Sänger Samuel ein großer Fan von Axl Rose ist, dürfte spätestens mit „Can’t Go Back In Time“ klar sein, denn gesanglich versucht Herr Nilsson geradezu eine Kopie seines Vorbildes abzuliefern. Glücklicherweise besitzt der Song genügend Drive, um nicht peinlich zu wirken und dank des akustischen „Chains“ kann der Fronter dann auch umgehend seinen stimmlichen Facettenreichtum beweisen. Mit dem treibenden „It Ain’t Over“ gehen die Schweden-Häppchen erneut in die Poser-Rock-Vollen und lassen es auch hier nicht an Emotionen fehlen, ehe „Liar“ und „Best of The Best“ mit viel Schmackes übernehmen. „Sorry“ führt abermals in Balladen-Gefilde und schrammt gefährlich nahe am Kitsch lang, bevor „Try (To Believe Me)“ für einen abwechslungsreichen, bluesgeschwängerten Abschluss sorgt.

Dass die 2021 gegründeten VELVETEEN QUEEN von Bands wie GUNS’N’ROSES, AEROSMITH, HANOI ROCKS, MÖTLEY CRÜE und THE BLACK CROWES inspiriert wurden, ist auf „The Greater Good“ nicht zu überhören. Aber die Jungs sind mit der nötigen Spielfreude und dem handwerklichen Können unterwegs, um ihre Version des Eighties-Glam-Rock authentisch und zeitgemäß wirken zu lassen. Hin und wieder hätte der Sound noch ein bisschen mehr Finesse vertragen, aber gute Laune macht die Mucke allemal und live dürfte das Quintett richtig loslegen, leider sind noch keine kommenden Konzerttermine bekannt.

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