| Artist | VINEGAR HILL |
| Title | Darkness Echoes |
| Homepage | VINEGAR HILL |
| Label | FFS LABELSERVICES |
| Leserbewertung |
Gegründet wurde die Melodic-Death-Metal-Kapelle VINEGAR HILL bereits 2007 in der Steiermark. Von der ursprünglichen Besetzung ist allerdings nur noch Michael Dreschnig (Gitarre, Gesang & Songwriting) dabei, seit dem vergangenen Jahr wird die Band von Thomas Kaluza (Gesang), Oliver Seebacher (Gitarre), Hannes Aigner (Bass) und Christoph Schoberl (Drums) komplettiert. Vier Longplayer haben VINEGAR HILL neben diversen Singles und EPs von 2012 bis 2022 produziert, jetzt folgt mit „Darkness Echoes“ der fünfte Streich in neuer Mannschaftsaufstellung, man darf also gespannt sein, wie sich der neu zusammen gewürfelte Fünfer macht.
An der nötigen Aggressivität lassen es die Herren schon mal nicht fehlen, wie der blitzschnelle Titeltrack „Darkness Echoes“ gleich zu Beginn unterstreicht. Mit der kraftvollen Nummer zeichnen VINEGAR HILL ein düster-dystopisches Bild und auch das nachfolgende „I Am The Villain“, das sich mit dem Thema Außenseitertum beschäftigt, lässt keine Wünsche in Sachen brachialer Härte und atmosphärischer Melodien offen. Gleiches gilt für den Nackenbrecher „Traitor’s Call“ und auch „Mouth of Rust“ macht keine Gefangenen; hier ist jedoch unbedingt das Gitarrensolo hervorzuheben, das für eine besondere Atmosphäre sorgt. „On Fire“ ist eine krachende Überlebenshymne, die entstanden ist, als Michael Dreschnig allein im Studio saß und sich Gedanken machte, wie es nach der Auflösung des alten Line-ups mit VINEGAR HILL wohl weiterginge. Nun, auf jeden Fall mit viel Schmackes, wie man der markigen Fullspeed-Nummer „The Scapegoat“ entnehmen kann. Im Anschluss eröffnet „Shadows Closing In“ zwar vergleichsweise zahm, doch dieser Eindruck verflüchtigt sich bereits nach ein paar Riffs und Growls. „Renegades And Outlaws“ bieten ebenfalls solide Melodic-Death-Hausmannskost und auch das finale „The Day The Sun Died“ zeigt keinerlei Ermüdungserscheinungen, auch wenn die Jungs hier ein wenig vom Gas gehen.
Somit kann abschließend festgehalten werden, dass die fünf neuen Members von VINEGAR HILL besten matchen. Michaels cleaner Gesang passt gut zu Thomas‘ Gegrowle und auch die Instrumentalfraktion versteht ihr Handwerk und ist zugleich mit Herzblut am Start. Das macht „Darkness Echoes“ unterm Strich zu einer gelungenen Melodic-Death-Metal-Platte, die neben dem Standard-Repertoire sogar noch ein paar Extras in petto hat.

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