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VINTERRIKET - Horizontmelancholie (CD/ DVD)

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Artist VINTERRIKET
Title Horizontmelancholie (CD/ DVD)
Homepage VINTERRIKET
Label HEIMATFOLK
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Der Begriff VINTERRIKET stammt aus dem Schwedischen und bedeutet soviel wie „Winterreich“. Der Namensschriftzug erinnert stark an das von Metal-Bands. Aber Heimatfolk, die Neofolk-Division des österreichischen Labels Steinklang Records, auf dem die aktuelle Scheibe erschienen ist, beruhigt den Hörer: „Horizontmelancholie“ is pure NEOFOLK! No Metal – no Ambient!“ Na dann lassen wir uns mal überraschen.

VINTERRIKET ist seit 1996 das Solo-Projekt des Schweizers Christoph Ziegler, der auch mit Ambient-Projekten wie ATOMTRAKT oder NEBELKORONA musikalisch tätig ist. Um die unfassbare 50 Veröffentlichungen hat er seitdem herausgebracht. Da können sich selbst „Massenproduzenten“ wie MUSLIMGAUZE oder KENJI SIRATORI noch eine Scheibe abschneiden. Die vergangenen Tonträger waren zumeist atmosphärischer Ambient, hin und wieder aber auch Black Metal, Experimental und Neofolk.

Mit dem Wechsel zu Heimatfolk soll Ziegler also puren Neofolk produzieren? Vom Label her zu urteilen sollte das stimmen. Eingelegt in den Player geht es dann aber doch sehr ambientös los, bis die Stimme Zieglers einsetzt, die zwar ohne Verzerrung daherkommt, aber sich sehr betonungslos und unverständlich durch sämtliche sieben Stücke des Albums durchzieht. Gelegentlich verfällt diese auch in leichte Metal-Lastigkeit. Dazu kommt noch eine Akustikgitarre. Der Rest schallt aus der Konserve und klingt auch danach. Ambient blickt jedoch immer wieder durch. „Horizontmelancholie“ dient damit maximal als nette Nebenherbeschallung, bei dem der Hörer nicht merkt, welchen Song er gerade hört, so monoton und austauschbar sind sämtliche Stücke.

Heimatfolk hat bisher sehr feine Veröffentlichungen herausgebracht, da enttäuscht das Album von VINTERRIKET schon ein wenig. Darüber täuscht auch nicht hinweg, dass „Horizonmelancholie“ optisch und technisch einiges hermacht. In dem eleganten Digipack verbirgt sich nämlich eine Dual-Disc-DVD, das heißt, die eine Seite enthält die ganz normalen Audiospuren, dreht man den Silberling, hat man im DVD-Player ebenfalls die Musik, diesmal jedoch mit in schwarz/ weiß gedrehten düsteren Naturfilmen visuell aufgepeppt. Nicht schlecht. Und wer es optisch noch eine Stufe schicker und umfangreicher haben will, entscheidet sich für die auf 150 Exemplare limitierte Holz-Box, die neben dem Tonträger noch ein T-Shirt, eine Flagge, ein handnummeriertes Bild im Glasrahmen, einen Onyx-Stein sowie einen Sticker bereithält. Aber auch das viele Beiwerk tröstet nicht über die Musik weg.

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