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VISIONS - Summoning the Void

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Artist VISIONS
Title Summoning the Void
Homepage VISIONS
Label CYCLIC LAW
Leserbewertung
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Dark Ambient ist so eine Sparte für sich, für meinen Geschmack passiert meistens zu wenig und die Grenze zum sphärischen Industrial ist auch sehr fließend, entweder man kann was damit anfangen oder nicht. Bei VISIONS’ „Summoning the Void“ handelt es sich um das zweite Werk und die Tiefen der Klanggewölbe sind absolut gigantisch, ach wie gut hätte dieser Sound dem Film „2001“ gestanden.

Fünf Titel mit jeweils ca. 10 Minuten Länge sind enthalten und die haben es schon ganz schön in sich. Der Begriff „Dark“ ist fast untertrieben, „Rabenschwarz“ würde es besser treffen. Die Tracks treffen mich wie eine Psychose purer Angst, mit viel Hall wird eine Stimmung erzeugt, die perfekt auf Endzeit getrimmt ist, egal ob nun im Weltall oder im esoterischen Bereich, diese Musik würde wunderbar solche Filme wie „Hellboy“, „Event Horizon“ oder „Hellraiser“ untermalen, jedoch werden im Spannungskino ja meist nur kurze Sequenzen verwendet. Hier jedoch wird ausgiebig über jeweils 10 Minuten mit den Ängsten des Hörers (Horrors?) gespielt, hier kann man sich nicht freuen, wenn der Spuk gleich wieder vorbei ist, sondern man versinkt langsam wie in Treibsand, man ergibt sich sozusagen dem Unausweichlichen.

„Summoning The Void“ ist eine emotionale Geschichte, zu der man freiwillig bereit sein muss, ansonsten ist es eher ein Horrortrip, der man nicht wirklich entkommen kann, außer der gekauften limitierten CD (1000) einen Gnadenschuss zu verabreichen und selber in den Jordan zu befördern. Entweder man mag es oder nicht, psychisch labilen Menschen würde ich eher davon abraten, auch wenn Sie höchstwahrscheinlich genau dafür gemacht wurde, aber aus diesem Sog der Finsternis werdet ihr in eurem schwarzen Zimmer nicht mehr so leicht entreißen können. Beeindruckend und imposant, aber es ist eine Fratze, die ich mir gerne erspart hätte….so wie mit seinen eigenen Ängsten konfrontiert zu werden.

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