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VLADIMIR HARKONNEN - Silence, as long as a thought, while the executioners are reloading

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Artist VLADIMIR HARKONNEN
Title Silence, as long as a thought, while the executioners are reloading
Homepage VLADIMIR HARKONNEN
Label EIGENPRODUKTION/ CRAZY LOVE RCORDS
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Knapp 20 Jahre haben die Jungs von VLADIMIR HARKONNEN bereits an Erfahrung vorzuweisen, so spielten die Musiker bereits in Bands wie BONEHOUSE, SPRAWL, GAINSAY!, RASTA KNAST oder auch NUCLEAR TERROR, um nur einige der Stationen zu nennen. „Silence, as long as a thought, while the executioners are Reloading“ ist der erste Streich der Fünfer-Combo, die sich nach einem der womöglich fiesesten Schurken der Literatur- bzw. Filmgeschichte, Baron VLADIMIR HARKONNEN, bekannt aus Frank Herberts Romanserie „Dune, Der Wüstenplanet“, benannt haben. Zusammengefunden hat man sich Ende 2006, aus den Trümmern gerade aufgelösten BONEHOUSE, den ebenfalls nicht mehr aktiven 2ND ENGINE und einem Bassisten, der nebenbei noch für N.O.M. in die Saiten greift.

Nach dem kurzen Intro „I am VRHN“ geht’s direkt mit „Roadkill BBQ“ los, einem Song, der von Rednecks handelt, die sich überfahrene Tiere auf den Grill hauen. Geht der Song auch in geballter Hardcore Manier voran, merkt man doch, dass die Geschichten, über die man schreibt, mit einem Lächeln im Gesicht erzählt werden. „Roadkill BBQ“ ist zum Beispiel eine Nummer, die durch das Riffing und die Drums stark an einen alten MISFITS Song erinnert, durch die kratzig gesungenen Vocals á la METALLICA, wird daraus allerdings wieder ein komplett eigener Stil, getauft auf den Namen „Thrash flavoured Hardcore“. VLADIMIR HARKONNEN wissen durch die gesammelte Erfahrung, wie man einen Song zu arrangieren hat, zu überzeugen – so ist es auch nicht verwunderlich, dass Tracks wie „Dial Teddybear 6-6-6“ sofort ins Ohr gehen, dort längere Zeit verweilen und von da aus direkt als rhythmischer „Mitklopfimpuls“ an die Finger geleitet werden. Die Jungs haben einfach das auf Platte gepresst, was man braucht, seien es die eingängigen Melodien oder die zum Mitsingen verleitenden Refrains, um die Party anzuheizen und die mindestens schulterlange Metaller Mähne wieder ordentlich in kreisförmigen Bewegungen rotieren zu lassen. Ziemlich temporeich geht es in der Mitte der Platte mit „Not even Close“ weiter. Kommt es einem noch so vor, als hörte man das Eröffnungsriff bereits in einem „unbekannten“ Song namens „Thunderstruck“, den AC/DC bereits vor Wochen, Monaten und Jahren veröffentlicht haben, geht es extrem positiv klingend weiter. Die heile Welt Musik verendet aber relativ schnell und wird abgelöst von ernsten Klängen, die der Eingängigkeit der Songstruktur nicht schaden. Es wird fröhlich weiter gemosht bis hin zu dem Bass Intro von „Fugitive“, das einen hellhörig werden lässt. Erkennt man da ein wenig die Einflüsse der Band, Lemmy und MOTÖRHEAD? Nicht abstreiten lässt sich jedenfalls eine Ähnlichkeit zu „Ace of Spades“, doch mausert sich dieser Titel auch wieder zu einer durch die Drums nach vorn getriebenen Hardcore- bzw. Punk-Nummer. Sowohl in der Bridge als auch im Chorus wird Sänger Philipp von Zarcs Backing Vocals unterstützt, die die Nummer ein wenig auflockern, da nicht das typische thrashige Hardcore Shouting sondern cleane Vocals mit verbraten werden. Überzeugend wird die Nummer wieder mal durch den hymnenartigen Refrain „Dreading the worst I stepped inside, First I saw that bloody kitchen knife…“, der einfach zum mitsingen gemacht ist. Der letzte der 13 Tracks ist „Electric Sheep“, welcher zu Beginn komplett von Zarc alleine und somit auch sauber gesungen wird, befasst sich ein wenig mit der Zukunft und ist zum Teil auch wieder Herumblödelei, denn man singt von Einhorn Visionen und die altbekannte Frage, ob Androiden von elektrischen Schafen träumen, wird aufgeworfen. Man muss sagen, dass „Electric Sheep“ wirklich der abwechslungsreichste Titel der ganzen Platte ist und ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich mir gerne mehr von dieser Art Kompositionen wünschen würde.

Letztendlich ist zu sagen, dass „Silence…“ sehr speziell ausgefallen ist, was nicht unbedingt negativ zu bewerten ist. VLADIMIR HARKONNEN ziehen ihr eigenes Ding durch und lassen die guten alten Zeiten hochleben. Menschen, die ihre Nackenmuskulatur wieder bis aufs äußerste strapazieren und ihre Stimmbänder in den diversen Mitsingstücken mitschwingen lassen wollen, sollten sich den Namen der fünfköpfigen Musikkappelle merken und die 41 Minuten an Hardcore, mit stark heraus hörbaren Thrash Einflüssen, gepresst auf einen Silberling, oder aber auch auf Old Skool Vinyl LP, im nächsten Elektronik Fachmarkt käuflich erwerben.

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