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VOLBEAT - Beyond Hell/ Above Heaven

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Artist VOLBEAT
Title Beyond Hell/ Above Heaven
Homepage VOLBEAT
Label UNIVERSAL
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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7.2/10 (326 Bewertungen)

Universal Records machen es goldrichtig: Zum einen nehmen sie VOLBEAT unter Vertrag, die es wie kaum eine andere Band verstehen, Musikfans unterschiedlichster Couleur unter einen Hut zu bringen, und zum anderen werfen sie kurz vor Herbstbeginn das ultimative Mittel gegen Schlechtwetter-Depressionen, deren Viertling „Beyond Hell/ Above Heaven“, auf den Markt.

„The Mirror And The Ripper“ startet mit rock´n´rolligen Drums und entwickelt sich zu einem typischen VOLBEAT Rocker mit offenen Gitarren und Doublebass. In der Bridge wissen Details wie County Slide Gitarre zu gefallen. „Heaven Nor Hell“ wartet dann mit einer Neuerung im Bandsound auf, nämlich mit Mundharmonika, die absolut geil zu dem relaxten Beat und den minimalistisch riffenden Gitarren passt und den Song zur ersten Gute Laune Granate erhebt. „Who They Are“ bietet dann die erste Rückbesinnung auf die beiden ersten Werke, da hier zu Beginn sehr schwerstmetallisch, gar schon thrashig gerifft wird, bevor Poulsen einen seiner hymnischen Refrains aus dem Ärmel schüttelt. Einen Kontrast bietet dann „Fallen“, die erste Singleauskopplung, zu der es auch ein Video gibt. Der Song ist Poulsens verstorbenem Vater gewidmet und setzt in seiner Eingängigkeit einen Wurm frei, der bereits nach dem ersten Hören das Ohr für mehrere Stunden nicht mehr verlässt. „A Better Believer“ kommt ebenso ohne großen Schnickschnack als flotter Rocker daher. Kein absolutes Highlight, selbst wenn der Song live perfekt funktionieren wird. „7 Shots“ wird von Banjoklängen locker eingeleitet, verwandelt sich dann allerdings in einen harten Riffer, bei dem sich ein gewisser Herr Petrozza die Ehre gibt. Witzig, den KREATOR Bellgesang im VOLBEAT Soundgewand zu hören, dem die Doppelleads hier zusätzlich metallischen Anstrich verpassen.

Punkrockig geht es in „A New Day“ zu, in dem die Gitarren zwar äußerst eingängige Akkordfolgen spielen, den Song aber nicht über die Note „Gut“ heben, woran dann auch der Akustikgitarreneinsatz in der Bridge nichts ändert. Danach geht´s mit einer weiteren Gute Laune Granate der Marke Country/ Western/ Rock´N´Roll weiter, wie sie halt nur VOLBEAT zustande kriegen. Eine kleine Verschnaufpause gönnt uns dann „A Warrior´s Call“, welches schon vorab als Download verfügbar war und als Einmarsch-Hymne für Dänemarks Boxer Mikkel Kessler geschrieben wurde. Typischer VOLBEAT-Stoff, allerdings ohne Höhen und Tiefen. Ganz anders kommt „Magic Zone“ aus den Boxen: Ein super melodiöser Teil leitet einen Punkrocker ein, der einem sofort ein Lächeln beschert und so bestimmt auch gut auf den Zweitling der Dänen gepasst hätte. Gen Ende wird das Anfangsthema nochmal aufgegriffen. Geiles Ding! Grunz??? Ich hab´s eben Grunzen gehört?! Tatsächlich: in der Strophe von „Evelyn“, in der passenderweise schwerstmetallisch gerifft wird, gastiert allen Ernstes NAPALM DEATHs Barney Greenway, bevor Poulsen im melodischen Chorus das VOLBEAT Klangbild wieder geraderückt. Ich kann mir ein Grinsen nicht verkneifen und stelle mir die Gesichter der Herrschaften von Universal beim ersten Hören vor. Weiter geht’s wesentlich lockerer mit fröhlichen unverzerrten Gitarren in „Being 1“ und einem Dankschön an alle VOLBEAT Fans in Form des partytauglichen „Thanks“, das mit angenehm vertrauten Gesangslinien Poulsens inklusive „Who-O-O-O-Oh´s den Abschluss markiert.

Album Nummer 4 aus dem Hause VOLBEAT wird einen weiteren Karrieresprung bescheren, so viel ist sicher. Und obwohl der stilistische Rahmen mittlerweile so fest gesteckt ist wie die Farbwahl bei der Covergestaltung und das Outfit der Dänen, wissen Poulsen und Co immer wieder mit neuen Details zu überraschen und haben (zum Glück) wieder einige metallischere Songs im Gepäck, die nebst den bekannten anderen Zutaten für die nötige Abwechslung sorgen, die mir etwas beim ansonsten guten Vorgängerwerk fehlten. Insgesamt alle Daumen hoch für ein klasse Album gespickt mit Ohrwürmern und Hits, die uns den Herbst garantiert vergolden, egal wie trübe das Wetter auch werden mag.

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