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VON THRONSTAHL - Conscriptum (2-CD)

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Artist VON THRONSTAHL
Title Conscriptum (2-CD)
Homepage VON THRONSTAHL
Label COLD SPRING RECORDS
Leserbewertung
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4.4/10 (10 Bewertungen)

„Conscriptum” markiert das erste VON THRONSTAHL Werk seit „Sacrificare”, welches offiziell über Cold Spring Records erscheint, ist allerdings kein neues Album, sondern eine Compilation und nicht zu verwechseln mit der nahezu zeitgleich und nunmehr ebenfalls als 2-CD mit weiteren Stücken wiederveröffentlichten „Return Your Revolt Into Style“ Scheibe. Bereits ein flüchtiger Blick auf die Tracklist verspricht die ohrale Vollbedienung: 28 Titel, verteilt auf zweimal knapp 70 Minuten, geben sich hier die Klinke in die Hand; nach eigenem Bekunden der Protagonisten eine Sammlung von unveröffentlichtem, rarem Material, Versionen, Fragmenten, Interpretationen und Mixen, die in kein Konzept eines der bisherigen Alben gepasst haben. Also wohl so ziemlich alles, was man aus den Archiven kramen konnte.

Klumb & seinen Komplicen begeben sich damit auf einen Kreuzzug durch die verschiedenen, von ihnen seit jeher gestreiften Stilrichtungen, bei dem besonders die schon ihrer Herkunft nach mannigfaltigen Coverversionen ins Auge fallen. Diese reichen von den Genrekollegen ALLERSEELEN („Mit fester Hand“) und DIJ („Runes & Men“, hier zusätzlich mit Cornelius Waldner von SAGITTARIUS an der Flöte) über „The saints are coming“ von den schottischen PunkRocker THE SKIDS bis hin zur gelungenen Adaption der Widerstandshymne „The partisan“, bei der LEONARD COHENs 1969er Version Pate gestanden hat und die vorliegend mit dem Zusatz „baltic“ sowie einigen estnischen Lyrics versehen worden ist. In diese Riege lassen sich auch noch die beiden Kollaborationen mit SPREU & WEIZEN (eindrucksvoll geprägt durch die gesprochenen Worte des deutschen Dichters Uwe Lammla) und mit den Ungarn STURMAST einreihen.

Bei den Eigenkompositionen, darunter diverse Samplerbeiträge, die hier in teils abgewandelter Form wieder aufleben, ist sicherlich nicht alles essentiell, aber das ein oder andere interessante neue Stück gibt es allemal zu entdecken (z.B. „Reisswolf“, „Northern sons under southern skies“, „Gloomy white Sunday“ im neuen Mix oder „Mars macht mobil III.“). Auch hier ist die musikalische Ausrichtung allerdings zu differenziert, um eine einheitliche Beurteilung sinnvoll zu ermöglichen. Wer sich für „Conscriptum“ interessiert, sollte sich daher am Besten erstmal einen eigenen Eindruck verschaffen.

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