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VONHEIM - In The Deep

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Artist VONHEIM
Title In The Deep
Homepage VONHEIM
Label SNOWHITE
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Hinter VONHEIM steckt der Frontmann und Leadsänger Erlend Vesteraas, dessen stimmliche Fähigkeiten bisher ein zu wohl gehütetes Geheimnis waren, kannte man ihn vor VONHEIM doch als Bassisten in Bands wie ST. MORITZ, LEIF AND THE FUTURE und KONRADSEN. Darüber hinaus brillierte er auf der Bühne und in den Studios von Künstler*innen wie MARIA SOLHEIM, NARUM, FAY WILDHAGEN und MAGNE FURUHOLMEN. Mit seiner Band VONHEIM, die sich aus Ståle Gilberg (Gitarre), Lars Even Tørresen (Schlagzeug), Kjetil Gilberg (Bass) und Eivind Engedal (Synthesizer/Gitarre) zusammensetzt, entstand das zweite VONHEIM-Album „In The Deep“ in den Sounderground Studios.

Spannend an VONHEIM ist, dass die Bandmitglieder einen vollkommen unterschiedlichen musikalischen Hintergrund haben und es im Studio nur ein Konzept gab: anarchistische Konzeptlosigkeit! Dass daraus etwas durchaus Wohlklingendes entstehen kann, beweisen die Norweger mit ihren neun neuen Songs, von denen es vorab bereits das verträumte „Moving On“ zu hören gab. Hier treffen ein klares Gitarrenarpeggio auf melancholischen Gesang und ein sachte dahinshuffelndes Schlagzeug. Eröffnet wird der Silberling jedoch vom Titeltrack „In The Deep“, der ebenso opulent wie komplex daherkommt und auch schon im Vorfeld der Albumveröffentlichung zu hören war. Gleiches gilt für das sanft perlende „Westcoast“, das als Ode an die norwegische Heimat der Combo verstanden werden darf. Was das 2015er Debüt „Lift Your Head“ eher im Stadionrock verhaftet, besticht der zweite Streich durch einen Himmel voller Geigen (vgl. „Fragile (All Alone)“ und experimentellen Synthie-Einsatz, bei dem jedoch auch die rockige Seite nicht zu kurz kommt („The Dark Night of The Soul“), wobei das Ganze immer einen gewissen entrückten Touch hat. Etwa beim tiefenentspannten „This Is It“ und auch das muntere „Phillipe Petit“ wirkt wie von einem schützenden Kokon umschlossen. Mit einem gerüttelt Maß an Schwermut übernimmt derweil „My Darkest Side“ und auch das finale „New Memorial Day“ überzeugt mit fragilen Melodien und viel Tiefgang.

VONHEIM servieren mit „In The Deep“ facettenreichen Indie-Rock mit streichelzartem Gesang und einer abwechslungsreichen Instrumentierung. Man darf gespannt sein, was es von den fünf Skandinaviern noch zu hören geben wird. Stilistisch sind die Herren offensichtlich nicht festgelegt, wissen aber mit handwerklichem Können und einem Händchen fürs Songwriting zu überzeugen.

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