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VOODOMA - Secret Circle

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Artist VOODOMA
Title Secret Circle
Homepage VOODOMA
Label ECHOZONE
Leserbewertung
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9.3/10 (6 Bewertungen)

Mit einem schwarz-grauen Artwork-Design kommt „Secret Circle“ eher wie Black denn Gothic Metal daher. Stilsicher sind die Computergrafiken allemal, so tritt ein dunkler Engel dem Hörer auf dem Cover entgegen. Im Innenteil finden sich alle Liedtexte der 12 Stücke des neuen Albums von VOODOMA, inklusive des Chaos-Pfeil-Symbols auf dem Silberling und Blitzesprühende Finger, wie die eines Sith-Lords oder des Imperators aus Star Wars. Nach einigen Veröffentlichungen auf Compilations und einer Online-EP kommt nun das aktuelle Album zu uns und es ist gefüllt mit 12 rundherum soliden Stücken metallischer Klangkunst zwischen Dark und eben Gothic Metal. Gelegentlich werden die Sounds noch durch Flötenspiel, Celloklang und dunkle, weite Synthieflächen bereichert. Textlich sehr persönlich gehalten und durchzogen von religiösen Motiven und mystischen Motiven gelingt es dem Quartett, ein schönes Stück Gothic vorzulegen! Was das ganze Konzept allerdings mit Voodoo zu tun hat, hat sich mir nicht erschlossen…

Der geheime Reigen beginnt stilsicher und Gothicmetal-typisch mit dem Opener „Sanctus Domine“ im Duett gesungen von Fronter Thionville und der tschechischen Gastsängerin Veronika Seidlová. Im Anschluss folgt das Titelstück „Secret Circle“ – dunkel, schwer, ein Hybrid aus klassischem Gothic-Wave und Gothic Metal der alten deutschen Schule. Genretypische Texte und ein eingangs erwähntes Artwork bilden die Grundlage für die dunkle Reise von Michael Thionville (Gesang), Mikk Hellenberg (Gitarre), Marc Lüppken (Schlagzeug) und Tommy Bremke (Bass). Die Produktion ist hochwertig, das Gitarrenspiel klar und gekonnt. Das Schlagwerk trägt zielsicher und treibend durch die Stücke und die Arbeit am Bass kann sich als Soundgrundlage hören lassen, alleine die stimmlichen Qualitäten sind noch ausbaufähig, so kommt der Gesang doch ab und an arg gepresst und knödelig rüber. Der dritte Track „Abyss“ entführt den Hörer in eine dunkle Welt, genauso wie „The Almighty“. Härter, aggressiver und metallischer kommt dagegen „Faded Memory“ aus den Boxen, sicherlich etwas für die Mähnenschwingende Testosterongeladene und Biertrinkende Menge auf den Tanzflächen der Metalclubs und Partys im Lande.

„Blood for Blood“ erinnert mit seinen Riffs in Es-, Fis- und Ges-Moll an Viking und/ oder Blackmetal, kommt aber deutlich gotischer daher im Refrain. Derselbige von „The Saint“ ist pure vertonte Sehnsucht getaucht in männliche Wehmut. „One Last Goodbye“ haut in eine ähnliche Kerbe. Es handelt sich dabei um das zweite Duett auf dem Album – dunkel und schön, gerade die Gitarrengetragene Melodie. Etwas verfrickelt kommt „Masquerade in the Dark“ rüber, gefolgt von dem Schlussstück „To the End“, was fast einen Powermetallischen Klang in den Gothic Metal integriert. Abgerundet wurden die 10 Stücke durch die beiden Bonustracks „Sin to Sin“ und „Virus“, welche bisher nur online veröffentlicht wurden, letzterer mit deutschem Text und Industrialeinschlag.

Ein gelungenes Album. Wer etwas Neues im deutschen Düsterwald sucht, sollte beherzt zugreifen!

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