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VORKREIST - Sabbathical Flesh Possession

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Artist VORKREIST
Title Sabbathical Flesh Possession
Homepage VORKREIST
Label XTREEM MUSIC
Leserbewertung
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Das Yin und Yang des Metal: Es gibt einen Punkt, an dem eine Band so weit in das Böse und Schlechte eindringt, dass sie dabei unfassbar gut klingt. VORKREIST sind dieser Stelle mit „Sabbathical Flesh Possession“ extrem nahe gekommen.

Es ist interessant, dass gerade zu einem Zeitpunkt, da der schwedische Death Metal neben seinem großen Bruder aus den USA zu einem geflügelten Wort geworden ist, aus allen Ecken der Welt überraschende und teilweise überwältigend aufspielende Bands ihm den Rang abzulaufen drohen. KRISIUN und HORNED GOD interpretieren das Erbe aus Sicht Südamerikas und aus eigenen Landen machen sich DISBELIEF UND THORNESBREED auf, dem Genre einen neuen Stempel aufzudrücken. VORKREIST kommen aus Paris, der Stadt der Liebe und Romantik, doch ihre Musik sät Hass und Verderben und wer aus dieses Album auch nur den geringsten französischen Einfluss heraushört, dem wurde wahrscheinlich einmal ein abgehackter Finger ins Croissant geschoben. Ihre erste LP ist devoterweise Satan gewidmet und nachdem die Pforten des Fleisches geöffnet wurden, wird mal wieder auf Kreuzen getrampelt und eine unheilige Messe abgehalten, bevor zum Schluss der „Dawn of Terror“ anbricht. So bekannt und beliebig die Thematik, so faszinierend die Musik. In den knapp 36 Minuten Musik prügelt sich die Truppe durch Black Gore, Death Punk, Speed Doom und alle möglichen weiteren noch zu erfindenden Gattungen, legt nie eine Pause ein und hält das Tempo konstant hoch. Das Gitarrenduo Silmaeth und A.K. zaubert ein teuflisches Riff nach dem anderen aus dem Kessel und das Schlagzeug von Drummer Aseal klingt so fett, als spiele er alles doppelt, nur um eine halbe Sekunde versetzt. Die geröchelten und gekreischten Vocals von Shouter SojR-KhaSM treten dabei in den Hintergrund und funktionieren eher wie eine zusätzliche Ebene, auf der man sich bewegen kann, wie ein etwas langsam laufender, paralleler Strom. In diesem völlig wahnsinnigen Labyrinth der Dunkelheit gehen unterwegs zudem noch sämtliche Konventionen bezüglich Songaufbau und Arrangement verloren – kaum ein Riff wiederholt sich und man kann sich wirklich nirgendwo festhalten, wird hilflos mitgerissen von diesem tobenden Fluss.

Wie sagte Janne von THE CROWN noch vor kurzem? „Death Metal beinhaltet und verbreitet zugleich die meiste Energie“. Recht hat er, doch die Krone trägt nunmehr ein anderer.

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