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VOYAGER - V

VN:F [1.9.22_1171]
Artist VOYAGER
Title V
Homepage VOYAGER
Label IAV/ CARGO
Leserbewertung
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Den ersten Preis müssten VOYAGER für den Namen ihres Albums erhalten: „V“ – Ein einzelner Buchstabe, groß und fett auf dem Cover. Als Markenkennzeichen zieht er sich durch die Diskographie der Australier („Element V“, „UniVers“, „I am the reVolution“), und nun, im fünften Longplayer der Gruppe steht er ganz und gar für sich. Denn V ist nicht nur ein Buchstabe, sondern steht als alte römische Zahl günstiger Weise für die 5. Wer hätte es gemerkt? Glückwunsch! 😉

Mit altem Rom oder Ruinen haben VOYAGER allerdings nicht viel zu tun. Im Gegenteil, ihre Musik fliegt mit Power in die andere Richtung, die Zukunft. Nicht selten wird der Begriff „spacey“ verwendet. Synthesizer ahoi! Bitte alle ins Raumschiff einsteigen… Wie die Voyager-Serie aus Star Trek wollen uns diese Australier in die Weiten des Alls entführen. Manchmal. Aber sie sind zur Hälfte doch noch Menschen. Und dementsprechend emotional aufgeladen sind ihre Songs, damit hat mich Frontsänger Daniel „Danny“ Estrin vom ersten Ton an umgehauen. Er hat keine typische Metal-Stimme, eher eine wie aus einer hoch und runtergespielten Poprockband, die den vertrackt-komplizierten, steril-kalten, laut-aggressiven Kompositionen die nötige Ruhe einspritzt. Genialer Mix! Was noch genial ist: VOYAGER haben eine weibliche Gitarristin. Und diese, namentlich Simone Dow, rockt ihr Instrument gekonnt und mit viel Persönlichkeit. Bisher kennt man die Combo eher in ihrer Heimat Australien und in den Staaten, dort sind sie eine etablierte Größe. Ob sie sich auch hierzulande durchsetzen können, weiß ich genau. Vielleicht ist das „Spacige“ nicht das Richtige für uns bodenständige Hinterwäldler. Wer sich überzeugen lassen will, sollte sich das Video zu „Hyperventilating“ antun. Der nächste Preis ginge dann nämlich an denjenigen, der diesen Clip gedreht hat.

Einzelne Songs auseinander nehmen wäre unangemessen bei V. Vieles hört sich erstmal „normal“ an, ist es aber gar nicht. Das merkt man spätestens, wenn man den Lautstärkeregler etwas weiter nach oben trägt und auf die einzelnen Tonspuren achtet oder darauf, was für eine tolle Reichweite Dannys Instrument (Keyboard) und Stimme haben. Reinen Power Metal darf man auf V nicht erwarten, viel feiner sind die Songs zusammengesetzt, mit Herzschlagbässen und super angenehmen bis durcheinanderwirbelnden Gitarrenparts, weiblicher Backing Stimme (Simone?) und schießenden Weltraumschiffen. Kurz gefasst: V liefert eine knappe Stunde lange Reise ins All, von der man vielleicht nie wieder zurückkehrt, vielleicht auch gar nicht will. Bei den beiden Anthems zum Schluss verabschiedet sich dann jegliche Realität…

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