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W.A.S.P. - Babylon

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Artist W.A.S.P.
Title Babylon
Homepage W.A.S.P.
Label DEMOLITION/ INTERGROOVE
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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8.3/10 (20 Bewertungen)

W.A.S.P. sind eine Institution im Heavy Metal Business. Seit Jahren versorgt Frontmann Blackie Lawless unterstützt von einem wechselnden Bandgefüge seine Anhänger mit fast immer hochwertigen Alben und hat dabei auch einige zeitlose Metal-Klassiker geschrieben, die noch heute jede Party auf Touren bringen. Kurzeitige stilistische Experimente gehören der Vergangenheit an, und auch wenn W.A.S.P. nicht mehr die große Fanbase haben, die sie in den 80er und 90er Jahren vorzuweisen hatten, lässt Blackie sich nicht beirren und setzt seinen Weg unaufhaltsam fort. W.A.S.P. bleiben W.A.S.P. – so soll es sein, so ist es und das ist auch gut so!

So auch auf dem neuesten Werk der Band. „Babylon“ befasst sich thematisch mit dem biblischen Thema der vier apokalyptischen Reiter und ist eine Allegorie auf die politische Situation unserer Welt. Lawless hat noch nie ein Blatt vor den Mund genommen und so schreit er auch dieses Mal seine Wut all den unfähigen und korrupten Politikern der Welt verpackt in farbigen Metaphern entgegen. Doch natürlich stehen W.A.S.P. nicht für politischen Aktivismus, sondern in erster Linie für gradlinigen Heavy Metal/ Hard Rock vom Feinsten. Genau den bekommen die Fans hier wieder einmal geboten. Große Überraschungen darf und sollte man dabei nicht erwarten. Blackie und seine Jungs machen das, was sie am besten können und bleiben typisch W.A.S.P.! Täuschen sie den Hörer zu Beginn des Albums noch mit zwei eher radiotauglichen, extrem eingängigen Nummern in Form der ersten Singleauskopplung „Crazy“ sowie „Live To Die Another Day“, wird schon ab der dritten Nummer klar, dass die Amerikaner nichts von ihrem Biss verloren haben. W.A.S.P. bleiben sich treu und haben neun erstklassige Nummern – darunter zwei gelungene Balladen, wobei „Into The Fire“ nicht nur vom Titel her Erinnerungen an den Klassiker „Sleeping In the Fire“ vom selbstbetitelten Debüt weckt – eingespielt. Stilistisch erinnert „Babylon“ über weite Strecken an „Blind In Texas“. Eine straighte und coole Rock ´n´ Roll-Nummer wie „Promised Land“ unterstreicht diese musikalische Leichtfüßigkeit noch, wenngleich gerade diese Partynummer zu den weniger gelungenen Momenten des Albums zählt und irgendwo zwischen ZZ TOP und Elvis angesiedelt scheint. Über allem thront noch immer die fantastische Stimme von Frontmann Blackie, der mit seinem Organ zur Top 10 der Metalsänger zählt, aber leider nie den Respekt bekommen hat, den er verdient gehabt hätte und der die eh schon tollen Songs noch einmal enorm aufwertet.

Fazit: Auch mit ihrem neunzehnten Album (hoffentlich habe ich mich nicht verzählt) gehören W.A.S.P. weiterhin zur Speerspitze des Old-School-US-Hard Rock/ Heavy Metal und sind sich zu 100% treu geblieben. „Babylon“ wird keinen Fan der Band enttäuschen. Wer die Jungs bisher mochte, wird auch dieses tolle Album lieben. Sicherlich kein Klassiker aber ein von Grund auf starkes Album, welches eure Beachtung verdient – Daumen hoch für „Babylon“!!!

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