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WAITING FOR STEVE - Tired happy homecoming

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Artist WAITING FOR STEVE
Title Tired happy homecoming
Homepage WAITING FOR STEVE
Label PLEITEGEIER RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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8.5/10 (4 Bewertungen)

Man kennt das ja: In der Pause vom DEATH CAB FOR CUTIE-Konzert mal ein paar Takte mit dem Typen neben mir gequatscht, und nach 3 Sätzen weiß man dann, klar, dass er auch in einer Emo-Band spielt und ey, Du schreibst für ein Webzine, kannst Du doch mal rezensieren. Jau, mach ich…und dann? Hört man in aller Regel nie wieder was oder darf sich die Woche drauf mit einem peinlichen Machwerk auseinandersetzen. Aber hier traf weder das eine, noch das andere zu. Ein Glück kann ich nur sagen, denn wessen Herz sich für Emo-Rock erwärmen kann, der sollte hier mal getrost ein Ohr riskieren.

WAITING FOR STEVE das sind Sänger Thomas (Bass) und seine Kumpels Ruben (Gitarre), Benni (Gitarre) und Timm (Drums). Letztere sind wohl erst jüngst feste Mitglieder der Band, finden sie wohl auf der Homepage, aber nicht auf dem 2005 erschienenen Album Erwähnung, das Thomas noch mit Bruder Steffen und Freund Ruben allein eingespielt hat. Diese Scheibe ist die zweite Veröffentlichung der Band und beinhaltet 12 Titel (incl. Epilog), welche man in zwei Kisten unterteilen kann. Die Titel in der ersten Kiste vertonen perfekt den Albumtitel „Tired happy homecoming“ und vermitteln dieses Gefühl, nach einer harten Woche nun endlich alle Viere von sich zu strecken, nach all dem Lärm da draußen in die Stille der eigenen vier Wände zu kommen oder sich mit angeschlagener Laune/ Gesundheit bei Muttern an den Tisch zu setzen, um sich mit Hühnersuppe wieder aufpäppeln zu lassen. „Perfect Summer“ und „Deep Silence“ sind so Ohrenschmeichler mit passendem Harmoniegesang, „Golden Wasteland“ und „Mine is yours, yours is mine“ sind von schlichter Schönheit, sphärisch dicht und erinnern mich an die neulich von mir besprochenen DELAWARE. Auch „Supernatural Dreamings“ findet hier (obwohl nicht ganz so ruhig) seinen Platz. Alle Stücke bekommen durch repetetive, eingängige Gitarrenarbeit etwas unterschwellig Meditatives. In die zweite Kiste passen Songs wie „I want my plane to come down“ und „Become what you are“, die einfach nur gut nach vorne gehen, aber auch der Opener „Pan Am“ oder das Instrumental „Temporary Paroxysm“ wissen durch Laut/ Leise Dynamik zu gefallen. Je nach Stimmungslage wird man eher die eine oder andere Kiste bevorzugen, werden einem die ruhigen Stücke vielleicht zu pathetisch erscheinen oder umgekehrt die straighten Stücke zu lärmig, aber das kann man ja seinem CD-Player vorher sagen.

Ach, interessiert jemanden, dass die Jungs eine christliche Ausrichtung verfolgen und vor den Clubs erst mal Jugendmessen gerockt haben (und noch immer tun)? Wer die Texte näher studiert, wird’s merken, aber viele „Nicht-Kirchensteuer-Zahler“ mit Herz dürften hier genauso bedenkenlos wie jeder Jesus-Freak auf seine Kosten kommen.

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