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WALDGEFLÜSTER - Femundsmarka

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Artist WALDGEFLÜSTER
Title Femundsmarka
Homepage WALDGEFLÜSTER
Label BLACK BLOOD
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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10.0/10 (3 Bewertungen)

Die Erwartungshaltung an den Nachfolger des überaus großartigen Debutalbums „Herbstklagen“ ist immens hoch (gewesen), zeigte doch das erste Werk der beiden Protagonisten Winterherz und P. das deutschsprachiger (aus Österreich) Black Metal auch im Jahre 2009 noch „geil“ und „true“ präsentiert werden kann, ohne dem 08/15-Kommerz hinterher zu hecheln. Zum Komponieren der neuen Songs begab man sich auf eine Reise an den Fermund-See im Gebiet Engerdal in Norwegen, ein wahrlich passendes Ambiente für den melancholischen und vielfach auch akustischen Black Metal WALDGEFLÜSTERs. Die unbesiedelte, zerklüftete Natur mit dichten Kiefernwäldern, zahlreichen natürlichen Flüssen und Seen, sowie karger Gesteinsformationen ließ die beiden auf ihrer Trekkingreise in die richtige Stimmung kommen.

Nicht nur textlich wird diese Reise mit „Femundsmarka“ reflektiert, auch musikalisch setzt man den Trip fulminant um, der Hörer wähnt sich phasenweise in eben jener unberührten Natur… wenn zum Beispiel beim akustischen „Interludium I – Rast“ zu den wabernden Keyboard/ Piano-Klängen pfeifender Wind durch die Boxen weht. Begonnen wird die Scheibe ebenfalls akustisch mit dem rund 5-minütigen „Prolog-Aufbruch“, welcher eben auch den Start der Reise darstellt und wundervoll einstimmt auf das, was nun folgen soll. DORNENREICH/ EMPYRIUM-Fans werden sich hier gleich heimisch fühlen. Mit „Kapitel I – Seenland“ wird dann aber klirrend kalt losgescheppert, die vom Debut bekannte Kreisch/ Growl-Stimme sorgt weiterhin für eigenständige Tupfer und instrumental lässt man nichts anbrennen. Der Akustik-Break passt. Knüpft nahtlos an das Debut an! Auch „Kapitel II – Steinwüsten“ kann den DORNENREICH-Hauch nicht abschütteln, was sich aber nur auf einzelne Fragmente und die melancholische Stimmung bezieht. WALDGEFLÜSTER sind da eigenständig genug, um sich nicht irgendwo was abkupfern zu müssen. Lediglich der sehr schepprige Schlagzeugsound überzeugt mich nicht so recht, da könnte man noch mehr rausholen, zumal es das Gesamtbild stört. „Interludium II – Nacht“ beginnt minimalistisch mit einem düsteren Riff, setzt dann aber mit allen Instrumenten und sehr krassem, leidenden Kreisch-Gesang ein. Ultradüster… Nacht eben. Der wohl melodischste Track ist zugleich der letzte Song: „Kapitel III – Fichtenhain“, hier geht es eher im getragenen Tempo voran (beinahe schon ein wenig AMON AMARTH-artig rollend), die mächtigen Chorgesänge, cleane Stimmen und das majestätische Voranschreiten bilden zusammen mit den Black Metal-typischen Elementen eine perfekte Einheit. Auch wegen seiner 8 Minuten Länge kann man hiermit sicherlich auch FALKENBACH-Fans begeistern, die ja ähnlich ausufernde getragene Songs präsentieren. Mit dem wiederum akustisch gezupften Schlußtrack „Epilog – Heimkehr“ beendet man das Album und die Reise auf eine leicht wehmütige Art, lässt durch die teils positive Stimmung aber auch Freude aufkeimen, die Meeresgeräusche im Hintergrund untermalen den Song zusätzlich.

Begebt Euch mit WALDGEFLÜSTER auf eine begeisternde, packende Reise in die norwegische Natur, sowohl textlich wie auch musikalisch! Neben DORNENREICH die absolute Referenzband in dem Bereich!

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