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WALLACHIA - Ceremony of Ascension

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Artist WALLACHIA
Title Ceremony of Ascension
Homepage WALLACHIA
Label TWILIGHT
Veröffentlichung 17.04.2009
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Genau in eben der titelgebenden Wallachei muss sich Mastermind Lars Stavdal (Gitarre, Bass, Vocals) verkrochen haben. Anders ist es kaum zu erklären, dass der Norweger satte 10 Jahre gebraucht hat, um sein zweites Album aufzunehmen (wobei auch das Debüt erst 7 Jahre nach Gründung erschien). So kann man davon ausgehen, dass sich doch einiges an Material angesammelt hat. Und genau deswegen kann man „Ceremony of Ascension“ so schwer einordnen. Da gibt es krachenden Death Metal, hymnischen Black Metal und obendrein noch Frickel-Attacken, die nirgendwo so richtig reinpassen.

Der Opener schlägt erstmal mit wuchtigem Death Metal in die vollen und variiert dabei gefällig zwischen purem Geballer, Keulen-Groove und einigen Frickel-Soli. „Refusalvation“ überrascht dann mit einem dreckigen Black-Sound, melodischen AMON AMARTH-Attacken, sphärischen Keys und sogar verzerrten Vocals, die einen dann völlig baff stehen lassen. „Kamikaze Christians“ ballert schwarz-metallisch los, dreht sich dann eher Richtung Death und wieder zurück, um dann mit einer gemeinen Drosselung des Tempos jeglichen Schwungs beraubt und ins mit Keys untermalte Nirvana geleitet zu werden. „Rival of a cursed Destiny“ haut dann in klassischer Black Metal-Manier in 2:40 alles zu Klump, wonach schließlich das melodische „Sanctimonia XXIII“ mit einem finnischen Einschlag aufwartet. „Genesis Enigma“ zollt dann mit einem vom Sound her kaputten Drumkit ganz deutlich BATHORY seinen Tribut und „Void Expansion“ holt dann noch mal die epische und gar nicht so böse Metal-Wucht hervor. Das ganze Wirrwarr, hin und her, rauf und runter und niemand weiß genau, was hier eigentlich vor sich geht, wird dann ruhig und folkig mit „The Wreckage of Innocence“ beendet.

Als Fazit muss man erstmal aufführen, dass 35 Min. für ein Album, welches 10 Jahre gebraucht hat, einfach eine Frechheit sind. Allerdings muss man dem Herrn Stavdal zu Gute halten, dass er in diesen wenigen Minuten soviel Facetten seines Schaffens untergebracht hat, wie es andere Bands in 2 Leben nicht vollbringen. Dies hat allerdings zur Folge, dass man den Songs von WALLACHIA nur schwer hinterherkommt, da teilweise soviel passiert, dass man die Aufmerksamkeit verliert. So ist mir z.B. am ehesten noch der pure Black Metal-Kracher „Rival of a cursed Destiny“ im Gehörgang geblieben, so dass mir eigentlich nur der Gedanke bleibt, dass weniger manchmal doch mehr ist und man nicht unbedingt 10 Jahre Material-Sammlung in 35 Minuten pressen muss.

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Wallachia 'Ceremony of Ascension' Tracklist
1. Self-Inflicted Stigmata
2. Refusalvation
3. Kamikaze Christians
4. Rival Of A Cursed Destiny
5. Sanctimonia XXIII
6. Genesis Enigma
7. Void Expansion
8. The Wreckage Of Innocence
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