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WALLIS BIRD - New Boots

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Artist WALLIS BIRD
Title New Boots
Homepage WALLIS BIRD
Label COLUMBIA
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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Nach ihrem 2007er Debüt „Spoon” meldet sich die irische Singer-/ Songwriterin WALLIS BIRD jetzt mit ihrem neuen Longplayer „New Boots” zurück. Nun geht es bei dem 26-jährigen Wirbelwind weniger um das neu erworbene zehnte Paar High Heels. Vielmehr findet sich auf der Platte die komplette Bandbreite der Gefühle, die Wallis in den letzten zwei Jahren durchlebt hat. Besonders prägend waren zwei Trennungen: einmal die von ihrem Label Island Records und dann die von ihrem Lebenspartner. Beides zwei einschneidende Erlebnisse, die sich in „New Boots“ widerspiegeln.

Herausgekommen ist jedoch keinesfalls ein melancholisches Album, das Vergangenem nachweint, sondern ein explosiver Silberling, auf dem die Irin nach vorn blickt und eine ungeheure Energie ausstrahlt. Dafür hat sie sogar ihre Familie eingespannt, in deren Haus ein Teil der Songs eingespielt wurde und die beim übersprudelnden „To My Bones“, dem ruhigeren „Meal of Convenience“, und dem funkigen „LaLaLand“ den Background-Chor geben. Beim flotten „When We Kissed, The World Fell In Love“ und dem mal überschwänglichen, dann wieder nachdenklichen „Travelling Bird“ ist ferner LAITH AL-DEEN an den Percussions zu hören. Im Vordergrund steht allerdings bei allen Nummern Wallis ausdrucksstarke, raue Stimme, die ein wenig an die junge JANIS JOPLIN denken lässt. Sie verleiht den durchgängig abwechslungsreichen und hörenswerten Liedern den letzten Schliff, nachdem ihre Band und ihre Gitarrenarbeit das nötige Fundament gelegt haben. „Made of Sugar“, „Measuring Cities“ oder auch „Your Morning Dream“ präsentieren sich auf diese Weise zwar zurückhaltend und doch sehr präsent. Beim rhythmusbetonten „An Idea About Mary“ blitzt auch mal ein wenig SUZANNE VEGA auf, während WALLIS BIRD auf „Berlin“ neben folkigen Pop sogar Platz für ein paar jazzige Töne hat, die bei „Can Opener“ von rockigen Klängen abgelöst werden. Als Bonus hält „New Boots“ zudem noch verschiedene Live-, Piano- und Akustik-Versionen parat, die allesamt gekonnt die besondere Stimmung bei ihrer Entstehung einfangen.

„New Boots“ ist geradliniger und zugänglicher ausgefallen als „Spoons“. Die Langrille steckt voller Leidenschaft und Kreativität. Sie unterhält nicht nur mit oberflächlich netten Melodien, sondern mit viel Tiefgang und Lebendigkeit. Man merkt „New Boots“ an, dass hier eine Kämpferin am Werke war, der als Kind bei einem Unfall übrigens alle fünf Finger der linken Hand abgetrennt wurden. Vier Finger konnten gerettet werden und nur sechs Monate später spielte Wallis wieder Gitarre. Davon kann sie offensichtlich nichts und niemand abhalten. Gut so!

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