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WALLS OF JERICHO - The American Dream

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Artist WALLS OF JERICHO
Title The American Dream
Homepage WALLS OF JERICHO
Label TRUSTKILL RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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5.3/10 (3 Bewertungen)

Der Zufall wollte es so, dass ich bereits 1999 (mit Erscheinen ihrer ersten 7inch “A Day and a thousand years”) Bekanntschaft mit WALLS OF JERICHO schloss und die Band danach auch immer wieder mal mein Gesichtsfeld streifte… Wenn man sich diese Single nun im Lichte des neuen Albums „The American Dream“ erneut zu Gemüte führt, wird deutlich, welch Verwandlung Madame Candace Kucsulain und ihre Mannen (Gitarrist Mike Hasty und Basser Aaron Ruby sind ebenfalls noch von der Erstbesetzung übrig geblieben) über die Jahre vollzogen haben. Eigentlich keine allzu große (wenn man einmal Stilquantensprünge à la NOTWIST außen vor lässt…), denn geblieben ist der Hardcore, die engagierten Lyrics und das Gekeife der Blaupause aller Frontfrauen im Metal-Hardcore-Bereich.

Aber der Teufel liegt im Detail und so kommt der neueste Streich aus dem Hause WOJ noch einmal ein wenig glatt polierter als der Vorgänger „With devils amongst us all“ daher, die SLAYER-Gedenkriffs werden noch einmal prominenter platziert („II The Prey“, Album-Highlight!) und Candace nähert sich gesangstechnisch immer mehr Angela Gossow (ARCH ENEMY) an. Auch (gelungene!) cleane Gesangsmelodien wie bei „A long walk home“, einnehmende Gitarrenmelodien („Feeding Frenzy“) oder kleine Akustikspielereien („Discovery of Jones“) waren zu Beginn der Karriere sicherlich noch in ferner Weite. Und von einer Karriere muss man bei WALLS OF JERICHO einfach sprechen, denn wer es mit dieser schroffen Mixtur aus Metal und Hardcore geschafft hat, mittlerweile Headliner jedes Genre-Festivals zu werden, vier Alben über Trustkill zu veröffentlichen (und wahrscheinlich alleinig für das Plus im Jahresausgleich des Labels verantwortlich zu sein, man spricht von über 100.000 verkauften Alben) und auch noch die Dominanz der Männer im Hardcore zu brechen, der ist wahrlich seinen Weg gegangen und muss sich Kritikern gegenüber eigentlich nicht mehr beweisen… Zudem hat man die Türen für Bands wie IN THIS MOMENT geöffnet (und kurioserweise im Revolver-Mag den Titel als eines der „Hottest Chick in Metal“ verpasst bekommen… Flight13 behaupten ja ernsthaft, dass „das sex sells Prinzip im Hardcore sowieso nicht funktioniert“. Ich aber sage, dass Legionen von Kids Candace liebend gerne ihre Revelation-Seven-Inch-Sammlung zeigen würden…).

Und so knallen uns WOJ nach ihrer (nach handwerklichen und songwriterischen Gesichtspunkten) enttäuschenden EP „Redemption“ nun wieder ihre Hardcore-Kracher in Metallic-Lackierung um die Ohren und schließen damit nahtlos an den letzten Longplayer an (auch wenn mit „The Slaughter Begins“ doch wieder eine Emo-Ballade als Rausschmeißer fungiert). Old-School-Circle-Pit-Ditties wie „Famous last words“ und HELMETsche Blutgrätschen wie „III Shock of the Century“ neutralisieren auch leicht durchschaubare Provo-Gang-Shout-Tracks wie den Titel-Song („Fuck the American Dream!“. Sind WOJ nicht Ergebnis eines solchen? „From rags to riches“ anyone? Egal…). “The American Dream” ist das Kernpostulat des WOJ-Sounds und somit uneingeschränkt empfehlenswert.

„Tonight. Tonight is ours, give me your passion. Tonight is ours, give me your heart. Tonight is ours, now and forever. Tonight is ours, we bleed tonight. Live out your dream with everything you have inside you. This world can´t hold us back forever. We bleed tonight.”

Die Kids üben vor dem Spiegel ihre Dance-Moves, Papi lässt sich ein neues Tattoo stechen und Mutti brüllt in ihre SingStar Mikros: WALLS OF JERICHO sind wieder in der Stadt und legen Euren Tanzflur in Schutt und Asche! Und das ist auch gut so!

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