Band Filter

Request did not return a valid result

WALTER TROUT - The Blues Came Callin’

VN:F [1.9.22_1171]
Artist WALTER TROUT
Title The Blues Came Callin’
Label MASCOT
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
9.0/10 (1 Bewertungen)

Da ist er wieder, der Moment, wo ich feststelle, dass ich langsam alt werde. WALTER TROUT gehört für mich schon seit einer Ewigkeit zu den Bluesmusikern schlechthin. Und als ich hier las, dass die WALTER TROUT BAND ihr 25-Jähriges feiert, da kam ich mir schon etwas betagt vor. Aber dennoch, oder vielleicht, weil mich die Musik des Saitenvirtuosen schon so lang begleitet, habe ich mich besonders darüber gefreut, hierzu (etwas verspätet) meine Meinung kund zu tun. Ich muss an dieser Stelle allerdings auch sagen, dass mich die letzten Veröffentlichungen nicht so begeistert haben. Speziell mit „Luther’s Blues“ tat ich mich schwer, da ich es einfach als schier unmöglich empfinde, LUTHER ALISON würdig zu covern.

Zum Glück liegen hier nun wieder eigene Stücke des Bluesmeisters vor, die gleich zu Beginn mit dem typisch Trout’schen Charme kokettieren. Denn schon „Wastin‘ away“ überzeugt mit simplem aber gängigem Riffing, charismatischem Gesang und emotional gespieltem Solo. Auch das folgende „The World Is Going Crazy (And So Am I)” schlägt in die gleiche Kerbe. Irgendwie macht sich hier das Flair der frühen Werke TROUTs breit. Richtig klasse wird es dann mit „The Bottom of the River“. Hier mixt der Meister akustische Parts mit herrlich verzerrten Gitarren. So könnte sich BOB DYLAN anhören, wenn er Gitarren-Blues spielen würde! Hammer! Da fällt der Rock’n’Roll-Ausflug in „Take a little time“ schon beinahe negativ auf. Zum Glück entschädigt „The Whale Have Swallowed Me“ mit seinem Slow-Blues-Flair eindeutig. Irgendwie wildert WALTER TROUT auch in den folgenden Stücken im sehr klassischen Blues und beweist einmal mehr sein Gespür für Melodie und Solo-Spiel. Kennt jemand „From the cradle“ von ERIC CLAPTON? Denn genau diesen Charme hat dieses Werk! Auch die immer wieder auftauchende Mundharmonika passt da wunderbar ins Bild. Etwas sperrig wirkt zwischendrin lediglich noch einmal „Mayall’s Piano Boogie“ – wohl eine Hommage an JOHN MAYALL. Versteht mich nicht falsch – musikalisch ist dieses Instrumental mit Piano und Gitarre wirklich gut, nur passt es nicht so ganz in das Bild. Zum Glück entschädigen andere Stücke, wie „Hard time“ und vor allem „Born in the city“ mit ihren tollen Soli und Melodien auf ganzer Linie. Und natürlich kann man von einem Musiker wie WALTER TROUT auch die entsprechend dynamische und saubere Produktion erwarten, die hier geboten wird.

Zum Schluss kann ich nur sagen, dass das hier eines der wohl besten Alben der Blues-Legende ist, die ich bis dato hören durfte. Ein Highlight am Blueshimmel des Jahres 2014!

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu WALTER TROUT