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WANDA - Bussi

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Artist WANDA
Title Bussi
Homepage WANDA
Label VERTIGO
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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6.7/10 (3 Bewertungen)

Na, da habe ich ja mal deutlich daneben gelegen, als ich im letzten Jahr im Zusammenhang mit dem WANDA-Debüt „Amore” die Vermutung aufgestellt habe, dass den Ösis Erfolg eher südlich des Weißwurst-Äquators beschert sein würde. Daheim gab’s für den Erstling Platin und im gesamten deutschsprachigen Raum sind die Wiener dank „Amore“ und der Single „Bologna“ in aller Munde. Und natürlich aufgrund des unglaublichen Charmes, den Rampensau Michael Marco Fitzthum aka Marco Michael Wanda und seine vier Mitstreiter versprühen. Das nennt man wohl Wiener Schmäh, den die umtriebigen Twenty-Somethings da in bester Schwerenöter-Manier versprühen.

„Bussi“ schließt sich dabei nahtlos an den Erstling „Amore“ an –nicht nur thematisch, sondern auch musikalisch, was vermutlich damit zusammenhängt, dass die meisten der zwölf Tracks bereits geschrieben waren, bevor der große Hype um WANDA begann und sich die Band praktisch nur noch im Tourbus und auf irgendwelchen Bühnen befand. Schließlich ist es ja nicht einmal ein Jahr her, dass „Amore“ das Licht der Plattenläden erblickt hat, da war meine Angst vor einem mit heißer Nadel gestrickten Nachfolger nicht ganz unbegründet. Vielleicht hätten die Herrschaften aber auch noch ein bisschen schneller sein müssen, dann hätte das Wiesn-Publikum bereits jetzt den eingängigen Opener „1,2,3,4“ mitgrölen können, aber es kommt ja noch die Apres-Ski-Saison… „Meine beiden Schwestern“ übernimmt mit viel Rhythmus und catchy Melodien, ehe die Vorab-Single „Bussi Baby“ WANDAs Status als massenkompatible Party-Kapelle mit besonderem Charisma felsenfest untermauert. Sympathische Retro-Sounds und verschmitzte Texte zeichnen „Lieber dann als wann“ aus, während „Gib mir alles“ die Sonne aufgehen lässt und der Inbegriff dessen ist, was unter dem Begriff „Austropop“ verstanden wird. „Nimm sie wenn du’s brauchst“ verweist mit einem Augenzwinkern auf „Bologna“ und erteilt zweifelhafte Tipps zum Frauen aufreißen, bevor auf reduzierte WANDA-Art „Alarm!“ geschlagen wird und die „Mona Lisa der Lobau“ sachte groovt. Diese beide Nummern sind übrigen on tour entstanden und weit davon entfernt, Lückenfüller zu sein. Ein wenig ruhiger lässt es „Das wär schön“ angehen und weckt in mir die Frage, was denn wohl bitteschön „Saftstecken“ sind. Wenn bei WANDA die „Sterne“ glitzern, schwingt dabei auch ein Hauch Melancholie mit und die Erkenntnis, dass man eigentlich ganz gern man selbst ist („Andi und die spanischen Frauen“), hat durchaus etwas sehr beruhigendes. Am Ende verlegen sich die Wiener Sängerknaben mit „Kein Herz im Hirn“ fast noch in akustische Gefilde, die aber selbstverständlich in der ganz speziellen WANDA-Weise durchschritten werden.

Womit klar wäre: „Amore“ war keine Eintagsfliege und mit WANDA dürfen und müssen wir dank „Bussi“ auch in Zukunft rechnen. Neue Konzerttermine gibt es ebenfalls bereits – eine Pause scheint das quirlige Quintett nicht zu brauchen.

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