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WASTE A SAINT - Hypercarnivore

Artist WASTE A SAINT
Title Hypercarnivore
Homepage WASTE A SAINT
Label ALL GOOD CLEAN
Leserbewertung

Und mal wieder Mucke aus Trondheim! Rund 210.000 Menschen leben in der drittgrößten Stadt Norwegens und gefühlt macht dort so ziemlich jeder Musik. Neben einer sehr lebendigen Black-Metal-Szene, sind es insbesondere die MOTORPSYCHO-Members, die regelmäßig in wechselnder Besetzung immer wieder mit neuen Veröffentlichungen auf sich aufmerksam machen. WASTE IN SAINT gehören weder in die eine noch in die andere Kategorie. Vielmehr hat sich die 2015 gegründete Kapelle fuzzy Alternative-Stoner-Rock mit Reminiszenzen an die Sixties und Seventies auf die Fahnen geschrieben. Die Gründungsmitglieder Bogey Stefansdottir (Gesang), Alexander Skomakerstuen (Gesang, Synth & Backing Vocals) und Ole Nogva (Bass, Synth & Backing Vocals) werden seit Neuestem durch den Drummer Vebjørn Numme komplettiert und mit „Hypercarnivore“ erblickt jetzt das Langspiel-Debüt des Vierers das Licht der Plattenläden.

Lang gefackelt wird bei den Norwegern offensichtlich nicht, denn bereits der Opener „Shoot Your Way Out“ empfängt seine Hörer*innen mit einer immensen Energie, die nicht zu knapp auf das Konto der Dame am Mikro geht. Dass das Zusammenspiel der wuchtigen Gitarren und den kraftvollen Vocals bestens funktioniert, beweist auch das nachfolgende „The Healer“, das sich ähnlich wie das sich anschließende „Textbook People Pleaser“ alsbald ins Hirn frisst. Live dürfte die Truppe spätestens mit dieser Nummer die ungeteilte Aufmerksamkeit des Auditoriums haben! „I See You Disappear“ verknüpft harte und psychedelisch-vertrackte Klänge auf das Feinste, ehe es „We = Me“ mächtig krachen lässt. „Superego“ lässt sich ebenfalls nicht lumpen, kommt jedoch eine Spur verspielter daher. „By Proxy“ greift den Faden gekonnt auf und beweist nicht nur eine enorme Spielfreude, sondern auch ein exzellentes Gespür für fette Sounds, die ihren Ursprung im Psych-Rock der Sechziger haben und doch alles andere als aus der Zeit gefallen klingen. „Breaking Trough“ schlägt erstaunlich ruhige Töne an, bevor das finale „Feet To The Fire“ abermals die Stoner-Langäxte von der Leine lässt und mit einem wohligen Grollen durch die Gehörgänge mäandert.

WASTE A SAINT liefern mit „Hypercarnivore“ einen Erstling ab, der sich auch vor den Genre-Altvorderen nicht zu verstecken braucht. Die Instrumentalfraktion versteht zweifellos ihr Geschäft und deren rauem Sound weiß Frontfrau Bogey Stefansdottir mit ihrer ausdrucksstarken Stimme zusätzlich noch Melodie und Power zu verleihen.

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