Band Filter

WATCH ME BLEED - Souldrinker

VN:F [1.9.22_1171]
Artist WATCH ME BLEED
Title Souldrinker
Homepage WATCH ME BLEED
Label SILVERWOLF
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.4/10 (5 Bewertungen)

Bei einem Namen wie WATCH ME BLEED können einem vielerlei Dinge durch den Kopf gehen: Ein dem Voyeurismus nicht abgeneigter Masochist, einem zu tief in der Szene verankerten Emo, die mittlerweile aufgelöste, gleichnamige Hardcore-Band aus Dresden – oder eben an jene, die nun den „Souldrinker“ auf die Welt loslassen.

Unter anderem zusammengesetzt aus ehemaligen MYSTIC PROPHECY und SYMPHORCE Mitgliedern bekommt man von den nun „wahren“ WATCH ME BLEED gut 45 Minuten lang einen düsteren Mix aus Thrash-, Death- und modernem Metal, durchsiebt von einem gehörigen Groove-Anteil á la PANTERA, der direkt von 0 auf 666 geht! Alles was man dazu braucht, ist ein Drummer, der genau so souverän wie bei „Dead Sky Black Sun“ oder „The game is on“ alles zu Schutt und Asche knüppelt, wie er im Opener „Rise“ den Groove zum Tanz bittet. Eine Saitenfraktion, die wie in„Burn down hope“ mit tollen Riffs um sich ballert und gleichzeitig auch in den überaus gelungenen „Sixsixseven“ oder „Where darkness hides“ geile Metal-Soli schmiedet. Und man braucht einen Sänger, an dessen Lippen man bei den schaurigen Lyrics klebt. Im Falle von WMB hat man sogar gleich zwei von jener Sorte, die so gemeinsam eine Bandbreite von heißeren Shouts bis hin zu bösen Growls abdecken und aus dem grandiosen „Bloodred Rain“ einen wahren Killer machen, dessen Textzeile „I really feel no pain“ sich fest in die Gehörgänge festbrennt. Dazu hilft es natürlich auch, eine lediglich mit Unterwäsche bekleidete Schönheit mit Zöpfen auf dem Cover zu haben; die Augen hören ja schließlich auch mit. Und wen stört da schon, dass jene Holde nicht nur hübsch, sondern auch blutverschmiert und mit einem Messer bewaffnet ist?

Doch auch ohne diesen zweifelsfreien optischen Reiz wissen die 11 Kompositionen voll und ganz zu überzeugen. Die Produktion ist sehr ansprechend gelungen, das Können der Musiker steht außer Frage und die Songs knallen durch die Bank alles weg, was bangt, mosht oder sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringt. Ob nun das Mega-Groove-Monster „Jackhammer“, das inklusive Crewshouting sicher schon unzählige Nacken während seines Liederdaseins auf dem Gewissen hat, das saucoole und vor allem durch die Power Metal-Elemente im Gesangsbereich inklusive Gastauftritten äußerst facettenreiche „The Bleeding Chalice“ oder die übrigen Titel – sie alle haben gemeinsam das sie auf einem mehr als überdurchschnittlichem Niveau bewegen, in ihrer Gesamtheit angenehm abwechslungsreich und vor allem eins sind: Purer Metal! Horns up!

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

WATCH ME BLEED - Weitere Rezensionen

Mehr zu WATCH ME BLEED