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WATERDOG - The Vanity of Being Tender

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Artist WATERDOG
Title The Vanity of Being Tender
Label NAUGHTY DOG PRODUCTIONS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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7.4/10 (7 Bewertungen)

Die Schweden lassen es gern krachen. Nicht nur beim Knäckebrot, sondern auch bei ihrer Mucke, weshalb es nicht sonderlich überrascht, dass auch WATERDOG hoch aus dem Norden kommen, wo sie seit nunmehr elf Jahren Glam Rock machen. Der Vierer war schon mit PARADISE LOST unterwegs, supportete WHITESNAKE und hat Deutschland so lieb gewonnen, dass es inzwischen jedes Jahr für eine Woche hierzulande auf Tour geht. Das mag auch daran liegen, dass die Plattenfirma in der Nähe von Dresden beheimat ist, denn der Bekanntheitsgrad ist bei uns doch noch deutlich geringer als in der schwedischen Heimat oder dem Baltikum.

Das soll sich jetzt mit dem dritten WATERDOG-Longplayer „The Vanity of Being Tender“ ändern und tatsächlich lässt sich der Opener „Heroin-Shooting Womanizer“ vielversprechend an. Fronter Martin Ekelund, der auch den Bass zupft und mit der schwedischen Erfolgsband THE ARK tourt, wenn er nicht bei WATERDOG aktiv ist, gefällt mit einer leicht knurrenden Stimme, während „Paper Lane“ mit einem BON-JOVI-verdächtigen Chorus daherkommt. Der Titelsong „The Vanity of Being Tender” verlegt sich stärker in die Siebziger und lässt in den Keyboardsequenzen Parallelen zu T. REX erkennen. Überhaupt wagen WATERDOG einen ungestümen Parforce-Ritt durch die Jahrzehnte, wobei es sie bei ihrem Cover des DEPECHE-MODE-Hits „I Feel You“ dann doch aus dem Sattel haut. Hier hat sich das Quartett etwas übernommen, denn die WATERDOG-Version lässt im Vergleich zum Original doch sehr zu wünschen übrig und kommt eher farblos daher. Dann doch lieber Eighties-Rock vom Schlage eines „Open The Gates To Heaven“, den man zwar auch irgendwie schon mal so ähnlich gehört hat, der aber doch eine gewisse Originalität mitbringt. Neu erfinden können die Herrschaften das Rad nun auch kaum, dafür überrascht „Supernatural Or Actual“ jedoch mit einem kruden Stilmix, der aufhorchen lässt, derart viel Rockgeschichte haben die Jungs in den einen Track gepackt. Natürlich geht es auch bei den Wasserhunden nicht ohne eine Schmusenummer ab. „Fish Eye Lens“ ist zwar kein Titel, der auch große Emotionen schließen lässt, aber hier lassen es die Schweden zwischen den druckvollen Refrains mal ein wenig ruhiger angehen, bevor zum „Last Goodbye“ wieder Old School Glam Rock bemüht wird.

Nach einem starken Auftakt gehen WATERDOG im Laufe der dreiviertel Stunde und zwölf Songs offensichtlich an der ein oder anderen Stelle die Ideen aus. Deshalb ist „The Vanity of Being Tender” zwar nett anzuhören, aber nicht wirklich nachhaltig. Wer auf Glam Rock steht, wird aufgrund der guten handwerklichen Ausführung trotzdem Gefallen an dem Werk finden.

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