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WHEELS OF FIRE - Hollywood Rocks

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Artist WHEELS OF FIRE
Title Hollywood Rocks
Homepage WHEELS OF FIRE
Label AVENUE OF ALLIES
Leserbewertung
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9.4/10 (5 Bewertungen)

Hinter der Band WHEELS OF FIRE steht der Bandleader Davide „Dave Rox“ Barbieri, der seine Nähe zu JON BON JOVI musikalisch als auch optisch nicht verbirgt. Als Keyboarder ist Barbieri seit den 90er Jahren in vielen regionalen Bands tätig, bis er schließlich als Studiomusiker Alben mit den Metal-Bands SEVENTH ARCHANGEL und LIQUID SHADOW aufnimmt. Seine Musikerkarriere ist mit diversen Live-Auftritten gepflastert. Die Rockmusik der 80er Jahre, wie sie in Marina del Ray, in Santa Monica, Long Beach und anderen Teilen West Los Angeles gespielt wurde, war immer sein Traum, den er begann zu verwirklichen, nachdem er auf Michele Luppi traf. Luppi, der auch hinter den Metallern von VISION DEVINE, KILLING TOUCH und dem AOR-Projekt LOS ANGELES steht, hörte Demos von Dave und bot ihm an, an dessen Album mitzuarbeiten. So ist Luppi besonders an den balladesken Songs von „Hollywood Rocks“ am Acoustic Piano vertreten.

Das Album bietet alles, was der Mainstream vor über zwanzig Jahren in der musikalischen Szene etablierte. Wer die Musik von BON JOVI, FOREIGENER, BRYAN ADAMS, SURVIVOR und anderer Bands aus dem AOR-Bereich mag, wird auch dieses Album gern goutieren. Kräftige Rhythmen im rocktypischen Tempo bieten die Titel „Hollywood Rocks“, „You’re So Cool” (auf ´ner Harley über den Highway), „What I Want” (welches trotz des schnellen Taktes manchmal wie eine Ballade wirkt), „Everywhere I Go”, „Live Again”, „The Reason” (mit erhöhter Taktrate), „Relax” und „Rock The World”. Geführt werden sie meist von melodischen Gitarrenriffs und lassen sowohl das Keyboard von Dave klar durchkommen, wie auch seine Gesangsstimme dem Genre entsprechend extrem passend klingt. Gespickt werden die Songs mit kleinen, wohlklingenden Gitarrensoli. Eine winzige Affinität zum Metal wird besonders bei „Live Again“ und „Rock The World“ mit ihrem rollenden, metallenen Gitarrengrooves mit gefährlichem Schüttelzwang erkennbar. Aber was wäre Hardrock ohne Balladen. Deshalb dürfen solche Tracks wie „I Can’t Live Without You” oder „Little Prayer” nicht fehlen. Sanfte Arrangements mit einem großen Piano-Anteil und der richtigen Menge E-Gitarre laden zum Träumen ein, schon bevor es zum voluminösen Showdown des Albums kommt. Denn den Abschluss bildet die achtminütige Rockballade „Love Nest“, die mit einem langen Klavierstück eingeleitet und auf ihrem Höhepunkt von Streichern begleitet wird.

Schaut man sich die Karriere dieses Musikers an, so kommt man zu dem Schluss, dass doch in jedem Metaller ein Rockerherz steckt. Klasse Sound, tanzbarer Rock, discofähig. Ein Sound, brav und bieder, der bei manchem Hörer Erinnerungen an alte Zeiten wachruft, an Highways, heiße Sonne unter Palmen, an Rollerskates zwischen Eisbuden und Touristen. Und was das Träumen angeht, muss ich gestehen, dass mir sogar das Cover gefällt, welches mich an meine Spaziergänge auf den Pacific Palisades erinnert und ein Gefühl Westcoast erzeugt.

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