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WHISKEY MYERS - Tornillo

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Artist WHISKEY MYERS
Title Tornillo
Homepage WHISKEY MYERS
Label WIGGY THUMP RECORDS
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Der Name WHISKEY MYERS klingt nach einem gut sortierten Spirituosenladen, tatsächlich verbirgt sich dahinter jedoch eine Country-/Southern-Rock-Kapelle aus Texas. Die sechsköpfige Truppe ist seit 2007 aktiv und „Tornillo“ ist der sechste Studio-Output der Jungs.

„Tornillo“ ist benannt nach der Stadt, in der sich das Sonic Ranch Studio befindet, in dem die zwölf Songs des jüngsten Silberlings innerhalb von 21 Tagen aufgenommen wurden. Und „Tornillo“ eröffnet den energiegeladenen Reigen auch mit einem kurzen Bläser-Instrumental, das zweifellos Lust auf mehr macht. Was dann folgt, ist schlicht und ergreifend großartig, denn die Single-Auskopplung „John Wayne“ hat dermaßen viel Drive, dass man sich dieser rhythmusbetonten Nummer gar nicht entziehen kann! Country, Blues, Rock und Motown geben sich hier die Hand und wem es hier nicht in den Füßen juckt, ist eindeutig nicht mehr zu retten und bereits scheintod. Ein so hohes Level zu halten, ist verdammt nicht einfach, aber „Antioch“ schließt sich mit viel Wumms und sattem Gebläse an, bevor „Feet’s“ auf den Country-Dancefloor bittet und sich „Whole World Gone Crazy“ ganz suutsche durch die Gehörgänge frisst. Emotional wird’s im Anschluss mit dem kraftvollen „For The Kids“, wohingegen „The Wolf“ auf sympathische Weise auf dicke Hose macht. Die „Mission To Mars“ geht bei WHISKEY MYERS absolut tiefenentspannt ab und ihre „Bad Medicine“ verordnen die Südstaatler in bester Blues-Motown-Manier – solche Medikamente hätte ich gern auf Krankenschein! Akustisches Fingerpicking steht schließlich dank des sentimentalen und wunderschönen „Heavy On Me“ auf dem Programm. Aber die Männer mit dem weichen Kern, wissen hier auch ihre harte Seite auszuspielen und lassen bisweilen Langäxte und Batterie von der Leine. „Other Side“ geht derweil erneut auf die Hüfte und beim finalen „Heart of Stone“ müsste eigentlich auch jedes noch so steinerne Herz seufzend und für alle Zeiten erweichen.

„Es wird einen etwas anderen Sound haben“, sagte Leadsänger Cody Cannon kürzlich im Gespräch mit Outsider. „Im Kern ist es immer noch WHISKEY MYERS, aber es ist ein bisschen frischer… Wir haben viel Bass und Bläser eingesetzt, was wir schon immer mal machen wollten. Wir sind einfach Fans von all der alten Musik und Motown-Sachen, und vielem, was aus Muscle Shoals kommt, altem Rock’n’Roll.“. In Unkenntnis der bisherigen WHISKEY-MYERS-Sachen kann ich nicht sagen, in welchem Maße eine Stiländerung stattgefunden hat. Aber ich weiß, dass „Tornillo“ eine Platte ohne jeden Fehl und Tadel ist und in keinem gut sortierten Haushalt fehlen sollte. Vorausgesetzt natürlich, Country, Blues, Rock und Motown zählen zu den präferierten Spielarten.

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