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WHITE LIES - To Lose My Life…

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Artist WHITE LIES
Title To Lose My Life…
Homepage WHITE LIES
Label FICTION RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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9.8/10 (4 Bewertungen)

“To Lose My Life…” hat es daheim in Great Britain bis an die Spitze der Albumcharts geschafft – nicht schlecht für das Debüt einer Kapelle, deren Mitglieder bis vor Kurzem von ihren Müttern nach absolvierten Konzerten abgeholt wurden, weil sie ganz einfach noch nicht alt genug für den Führerschein waren. Ursprünglich wurde die Combo 2005 als FEAR OF FLYING von den 15-jährigen Schülern Charles Cave (Bass), Jack Brown (Drums) und Harry McVeigh (Vocals) gegründet, die sich zwei Jahre später allerdings entschieden, Namen und Stil zu ändern. Ausschlaggebend dafür war der Song „Unfinished Business“, den die Jungs in gerade einmal 15 Minuten geschrieben haben und der natürlich auch auf dem Erstling zu hören ist.

Der Track ist bezeichnend für den düsteren Indie-Sound des Trios, die inzwischen Keyboards in ihre Musik einbauen und auf diese Weise den Eindruck vermitteln, eine Kirchenorgel sei mit von der Partie, während galoppierende Langäxte auf den Dancefloor einladen. So paaren sich ein ums andere Mal treibende Gitarrenriffs mit dunkel-melancholischen Synthies, bei denen JOY DIVISION durchaus Pate gestanden haben könnten. Besonders tanzbar fällt das beim wunderbaren Titeltrack „To Lose My Life“ aus, aber auch „A Place To Hide“ vermag mit schwermütigem Gesang, einem knackigen Bass und wavigen Melodien vorbehaltlos zu gefallen. Nach dem flotten Aufgalopp der ersten drei Stücke, schwelgt die Ballade „Fifty On Our Foreheads“ in emotionalem Bombast, während „Est“ nach einem dramatischen Schlagzeugintro wieder mehr Tempo macht. Überhaupt sind die WHITE LIES eindeutig Freunde großer Gesten und wählen entsprechend auch für „From The Stars“ und „Nothing To Give“ das komplette Programm mit Streichern, halligen Vocals, schwebenden Synthieflächen und verzückten Sechssaitern. Nur gut, dass dieser Mix Gas gibt, sonst wäre das Ganze vermutlich doch zu überzuckert. In der WHITE-LIES-Darreichungsform gefällt das eingängige, rhythmusbetonte „Farewell To The Fairground“ jedoch ebenso wie der große Erwartungen weckende Opener „Death“. Dafür, dass diese Erwartungen auch zum Ende hin nicht enttäuscht werden, sorgt „The Price of Love“ mit einem wahren Heartbeat-Timbre und finalen Rockgitarren, die erneut auf einen Himmel voller Geigen treffen.

WHITE LIES sind so etwas wie die Reinkarnation von ECHO & THE BUNNYMEN, TEARS FOR FEARS und den TALKING HEADS, die zusammen mit JOY DIVISION aus den Achtzigern in die Gegenwart gekommen sind, um gemeinsame Sache mit den EDITORS, ARCADE FIRE, INTERPOL und den KILLERS zu machen. Großartig!

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