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WHITECHAPEL - This Is Exile

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Artist WHITECHAPEL
Title This Is Exile
Homepage WHITECHAPEL
Label METAL BLADE
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

„Whitechapel“ ist der Stadtteil Londons, in dem ein gewisser Jack the Ripper sein makaberes Unwesen trieb und „Tennessee“ ist ein amerikanischer Bundesstaat, der bekannt für seinen Whiskey ist. Wo da jetzt der Zusammenhang ist? Das fehlende Puzzle-Teil findet man im Deathcore-Genre in Form von sechs Musikern aus Knoxville, Tennessee, die sich 2006 als WHITECHAPEL formierten und nun mit ihrem ersten weltweiten (dem 2ten insgesamt) Release „This Is Exile“ als „New Extreme Metal Sensation“ von ihrem Label Metal Blade angepriesen werden (einen weiteren Zusammenhang – den zwischen einem psychopatischen Serienmörder und hochprozentigem Alkohol in Bezug auf diese Musik – lasse ich hier einfach mal offen).

Erklärtes Ziel der Band: „Die brutale Mixtur weiter an den Mann bringen, bis irgendwann alle Metalheads dieser Welt die unbeschreibliche Intensität erlebt haben, die WHITECHAPEL ausmacht“ (Pressetext). Ihr Mittel zum Zweck: Eine donnernde, erbarmungslose Mischung aus Death Metal und Core-Einflüssen, inspiriert durch Bands wie ALL SHALL oder JOB FOR A COWBOY. Blasts, Breakdowns und reichlich Grooves beinhalten die elf Kompositionen, die dem Hörer bei keiner der gut 43 Minuten verschonen wollen. Beste Beispiele hierfür sind mal gleich der Opener „Father Of Lies“ und der Titelsong. Double Bass-Passagen sind absolut an der Tagesordnung und werden wie auch die anderen Drum-Parts souverän dargeboten von Schlagzeuger Kevin Lane, der scheinbar drei Arme und Beine zur Verfügung hat. Definitiv dreifach vorhanden sind dagegen die Gitarren: Zach, Alex und Ben (spielt die Leads) liefern einen äußert dichten, treibenden und hörbar im Vordergrund stehendem Sound-Wall, der von Gabe Crisp am Bass noch mehr in seinem zerstörerischem Treiben angefeuert wird. Komplettiert wird das Ganze dann durch Shouter Phil Bozeman. Der Tieftöner am Mirkophon kreischt und growlt, was das Zeug hält und steht in Sachen Fähigkeit seinen Kollegen an den Instrumenten in nichts nach. Abgerundet wird das apokalyptische Klangwerk durch eine sehr ordentliche, reibungslose Produktion und das variantenreiche Songwriting, diverse Breaks, Tempowechsel, Mosh-, Bang- und Mitshout-Parts eingeschlossen. Die Songs erscheinen beim ersten Hördurchgang recht komplex, entfalten aber dann zunehmend den erwähnten Groove und eine gewisse Coolness. Dabei erweisen sie sich alle auf einem guten, überdurchschnittlichen Level, wirklich über die gesamte jeweilige Songdauer herausstechend ist jedoch keiner. Neben den überwiegend vorhandenen, alles zu Kleinholz verarbeitenden Stücken wie „Possession“, „Exalt“ und „To all that are dead“ (mit netten Soli) oder dem beinah siebeneinhalb-minütigem „Messiahbolical“ (inklusive Crew-Shouting) gibt es mit „Death Becomes Him“ und „Of Legions“ recht ansprechend gelungene Instrumental-Werke.

Von der technischen Seite und der Umsetzung her gibt es an „This Is Exile“ also nichts zu meckern. Jedoch ist das Werk insgesamt schon sehr stark an Bekanntes aus dem Bereich angelehnt und lässt einen eindeutigen WHITECHAPEL-Stempel vermissen. Von „The New Extreme Metal Sensation“ ist man noch etwas entfernt und man muss sagen, dass das Sextett nicht unbedingt etwas Bahnbrechendes mit diesem Album erschaffen hat. Ebenso lässt sich aber auch bescheinigen, dass es dennoch durchaus gut und empfehlenswert geworden ist. Das Liedgut ist angenehm zu hören – und trotzdem brutal und zerstörerisch genug, der passende Soundtrack für die Öffnung eines Höllentores zu sein!

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