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WILLY GANTRIM - Alone & Adrift

VN:F [1.9.22_1171]
Artist WILLY GANTRIM
Title Alone & Adrift
Homepage WILLY GANTRIM
Label WIND SOME LOSE SOME RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
6.0/10 (2 Bewertungen)

Also ehrlich – ich habe mich doch sehr schwer getan, als ich mir die CD des Amerikaners WILLY GANTRIM zu Gemüte führte. Klar höre ich sehr gern mal NEIL YOUNG oder BOB DYLAN, und ich bin von daher auch relativ „schmerzfrei“, wenn es um Gesang geht und vor allem um spartanisch anmutende Folk-Music. Aber das hier? Das war ein hartes Stück Arbeit. Aber eines nach dem Anderen.

WILLY GANTRIMs Musik ist laut eigener Aussage irgendwo zwischen Blues und Country angesiedelt. Meist mit akustischer Gitarre, sporadischem Schlagzeug und der ein oder anderen elektrisch verstärkten Saite. Soweit so gut. Dazu kommt dann noch GANTRIMs Vortrag am Mikro. Und dazu fällt mir eigentlich nur das Wort „nölig“ ein. Mit sich teilweise überschlagender Stimme trägt der Künstler seine – durchaus guten – Texte vor und klingt dabei irgendwie gelangweilt. Bei den ersten zwei Songs mag das Ganze noch amüsant sein. Aber irgendwann rutscht diese Art von Vocals dann in den Bereich „nervig“ ab. Versteht mich nicht falsch. Ich habe selbst Werke wie BOB DYLANs „Gaslight Tapes“ gehört, die musikalisch zwar gut, aber klanglich mehr als fragwürdig waren, aber das hier schlägt dem Fass den Boden aus. Und spätestens wenn man bei „Trouble in mind“ angekommen ist, und zum immer gleich bleibenden Rhythmus noch eine leise surrende Orgel hört, die scheinbar auch nur vier Töne besitzt, wollte ich schon aufgeben. Doch (und passenderweise) erst bei „Resignation“ war es dann fürs erste. Als dort ein Klavier ertönte, das vom Charme her in einen Western passt, war es für mich vorbei. Und da hilft es (mir) auch nicht, dass das Album mit komplett analogem Equipment aufgezeichnet wurde, um authentischer zu klingen.

Ich weiß schon, die Fans des Künstlers sehen das bestimmt anders. Und ich sage an dieser Stelle auch ganz klar: WILLY GANTRIM hat sich bestimmt etwas dabei gedacht, als er dieses Album herausbrachte, und es wird bestimmt auch so sein, wie er es wollte. Ich jedoch muss ehrlich sagen, dass ich lieber auf die Tonträger von BOB DYLAN, NEIL YOUNG, JJ CALE oder auch WILLIE NELSON ausweiche. Tut mir leid…

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