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WILT - Cemetery Road/ Dead Electroniks (2-CD)

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Artist WILT
Title Cemetery Road/ Dead Electroniks (2-CD)
Homepage WILT
Label AD NOISEAM
Leserbewertung
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James Keelers Projekt WILT (seit 2006 mit Don Hall zum Duo ausgebaut) gehört zu den Urgesteinen bei Ad Noiseam. Ihr Debüt-Album „Admist A Spacious Fabric“ war die dritte Veröffentlichung auf dem damals noch jungen Label. Neben WILT hat Ad Noiseam noch einige andere Hochkaräter wie DJ HIDDEN, THE KILIMANJARO DARK JAZZ ORCHESTRA, SCORN, SICKBOY oder SOMATIC RESPONSES (erinnert sich noch jemand an „Circumflex“ auf Hymen?) im Angebot. Das Programm von Ad Noiseam bietet verschiedenstes aus den Bereichen Noise, Breakcore, Downbeat – oder im Fall von WILT auch Ambient.

Die Doppel-CD „Cemetery Road/ Dead Electroniks“ feiert nun das zehnjährige Bestehen des Projekts. „Cemetery Road“ ist das neue Album von WILT, „Dead Electroniks“ eine sehr interessante Remix-CD mit Künstlern aus aller Herren Länder. Ich kann jetzt schon sagen, dass „Cemetery Road“ für mich zu den besten Ambient-Veröffentlichungen gehört, die meinen Plattenschrank zieren. Das Album ist sehr gut arrangiert, abwechslungsreich instrumentiert, atmosphärisch dicht und besticht durch ein glasklares Klangbild. „Cemetery Road“ fühlt sich sehr organisch an – die WILT-typischen Drones gestalten den Raum, der anschließend von klassischen Instrumenten und gelegentlichem Schlagwerk penetriert und ausgeleuchtet wird. Verglichen mit vielen aktuellen „Dark Ambient“-Veröffentlichungen ist „Cemetary Road“ ein echtes Highlight. Die Inszenierung ist stimmig und gerade im angehenden November verbreiten WILT Grabesstimmung.

Auf der Remix-CD „Dead Electroniks“ haben Künstler wie LARVAE, CLIMAX DENIAL, THEOLOGIAN, MARK SOLOTROFF, JOSH LAY oder SICKNESS WILT-Material neu bearbeitet und zusammengesetzt. „Dead Electroniks“ liegt dabei noch mehr im Noise- und Drone-Bereich als „Cemetery Road“. Da ich das Ausgangsmaterial nicht kenne, kann ich über den Wert der Remixe als „Bearbeitung bestehenden Materials“ nicht viel sagen, außer dass sie als Tracks ungeachtet ihrer Vergangenheit gut funktionieren. Wie schon auf „Cemetery Road“ beschleicht auch einen hier ein mulmiges Gefühl des Unwohlseins. Herrlich! Besonders creepy fand ich „Entombed in Velvet“ von LUASA RAELON, „Megalith“ von CORNUCOPIA, „Void“ von LOCRIAN und „Broken Diodes“ von HORCHATA. Der Beitrag von LARVAE lichtet dann den düsteren Klangteppich mit dem sehr strukturierten, rhytmischen, fast schon luftig-lockeren „The Many Armed Beast“. Abgeschlossen wird „Dead Electroniks“ mit dem Stück „Dusk“.

Auch hinsichtlich der Aufmachung ist „Cemetery Road/ Dead Electroniks“ überzeugend – Volle Punktzahl. Na gut, wir haben keine Punkte. Trotzdem chique!

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