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WINTERS - Black Clouds in Twin Galaxies

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Artist WINTERS
Title Black Clouds in Twin Galaxies
Homepage WINTERS
Label RISE ABOVE
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Ein Newcomer ist wie ein unbeschriebenes Blatt. Man versucht, unvoreingenommen Infos zum Künstler bzw. zur Band aufzunehmen und ist eigentlich schon vom Titel des Albums „Black Clouds in Twin Galaxies“ in einer gewissen Erwartungshaltung erstarrt. Das Trio WINTERS macht keine halbe Sachen. Selbstbewusst sortiert man die musikalische Ausrichtung irgendwo zwischen HENDRIX EXPERIENCE, CREAM oder klassischen NIRVANA (ja, ja jetzt ist NIRVANA schon klassisch.) ein. Allein der englische Promotext bringt es irgendwie auf den Punkt: „It’s like heavy metal seen from a different perspective or classic British rock and roll with a touch of SABBATH.“

Nach näherer Betrachtung und mehrmaligem Durchlauf des Albums fällt so einiges in den Gehörgang. Ein erdiger Sound, welcher im Opener „Fried“ allen Stoner Freaks ein Ausrufezeichen ins Gesicht zaubert und die NIRVANA Fans mit ins Boot holt. Ein zweiter Song namens “Aftershown“ ist ein Kopfstoss in Noten gegen den Die Hard SABBATH Supporter. Hier werden einfach Riffs hemmungslos verbraten, welche schon zu SABBATH-Zeiten genreprägend waren. (Ok, kein Argument? Vergleiche NIRVANA “Don’t need a gun“ und KILLING JOKE “Eighties“). Alles irgendwie überschattet von lasziv coolem Gesang im Nirgendwo zwischen Cobain und QUEENS OF THE STONE AGE. Man hat sich gerade dazu entschlossen, das Album unter „ferner liefen“ abzustempeln, da beginnt diese seltsame Mischung im Ohr zu bleiben. Es macht wohl gerade diese Simplizität der Riffs, der Rhythmen und des erdigen Sound aus, welche das Gesamtbild als stimmig erscheinen lässt. „Two Wrongs make a right“ ist einer der Titel, die durchaus als Single herhalten könnten, aber auch „Destroyer“ bietet genügend Volumen, den Hörer zum WINTERS-Fan zu konvertieren, der auch durch das Titelstück ein wohlschmeckendes Erlebnis erfährt.

Wäre diese Band aus den Staaten, hätte sie vermutlich nie mehr als lokale Berühmtheit erlangt. In einem englischen Kontext jedoch, ist hier ein Monster geschaffen, welches Doom, Stoner und Alternative glaubhaft unter einen Hut bringt. Einziges Defizit bleibt die stumpfe Abkupferung von BLACK SABBATH Riffs. Hier muss einfach eine Spur mehr Virtuosität gefordert sein dürfen, sonst ist die Gefahr der drohenden Bedeutungslosigkeit zu groß.

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