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WIRTZ - Auf die Plätze, fertig, los

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Artist WIRTZ
Title Auf die Plätze, fertig, los
Homepage WIRTZ
Label WIRTZ MUSIK
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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6.7/10 (3 Bewertungen)

„Auf die Plätze, fertig, los, ich bin wieder da, es geht wieder los. Lehn dich zurück und schnall dich an, weil es stürmisch werden kann.“

So heißt es im Titeltrack und Opener des neuen WIRTZ-Albums und damit ist die musikalische Richtung bereits mehr als glasklar vorgegeben, quasi in den Asphalt gebrannt. Der Name „WIRTZ“ darf ja inzwischen ohnehin als Gütesiegel verstanden werden, dennoch hat sich Daniel mit Album Numero fünf einmal mehr neu erfunden, allerdings ohne sich selbst untreu zu werden wohlgemerkt! Nach dem ausgedehnten Unplugged-Abenteuer war es ganz offensichtlich an der Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen und wieder ordentlich Kohlen ins Feuer zu legen. Und wer hat schon etwas dagegen einzuwenden, wenn in der Firma WIRTZ wieder mit reichlich Strom gearbeitet und teils laut & dreckig abgerockt wird?

Die Frischzellenkur äußert sich auch in einem stylischen Artwork mit hippem WIRTZ-Konterfei obendrauf. Ein weiteres Mosaiksteinchen in einer Gesamtentwicklung, die durch Daniels Teilnahme bei „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ und die damit verbundene mediale Präsenz jetzt noch einmal extremen Antrieb erhalten dürfte. Modern und frisch klingen auch die 12 neuen Kracher, die hier serviert werden. „Auf die Plätze, fertig, los“ hüpft direkt leichtfüßig aus den Boxen und bietet tanzbaren Alternative-Rock mit Gute-Laune-Garantie. „Mantra“ bricht da doch relativ unvermittelt mit dieser Ausgelassenheit. Ein getragener, aber besonders im Refrain gleichwohl hochmelodischer und so ungemein einnehmender Song, der an die Sternstunden der „alten“ WIRTZ-Schule erinnert. „Regentropfen“ ist wieder das komplette Gegenteil und vielleicht einer der Referenz-Songs für die vorgenommene Neuausrichtung. Ein kraftvoller, kompakter Rockstampfer, der hymnisch nach vorne geht. „Du fährst im Dunkeln“ arbeitet sich danach ohne Umschweife zum Chorus vor, der mit Breitwand-Sound überzeugt und trotz mahnender Thematik eingängiger kaum sein könnte. Auch „Aus Versehen“ lebt von seinem Wechselspiel zwischen ruhigen Strophen und einem kraftvollem, elektronisch dezent unterfüttertem Refrain, während das nachfolgende „Wir“ definitiv das Zeug hat, ähnlich wie „Frei“ vom „Erdling“ eine ganz besondere Hymne der WIRTZ-Gemeinde zu werden.

„Viel Glück“ und „Freitag Abend“ setzen gewissermaßen die Wellenbewegung von nachdenklicheren und unbeschwerten Stücken fort, wobei gerade letzteres wie gemacht fürs Radio erscheint. „Ich weiß es nicht“ beschleunigt das Ganze dann wieder, ein wenig wie im Stile von „L.M.A.A.“, und beschreibt auf gelungene Weise einen feuchtfröhlichen Abend und den Filmriss am Morgen danach. Schon deshalb sicher ein Garant für künftige Liveshows. „Wenn du willst“ schlägt in eine ähnliche Kerbe, kommt ebenfalls lässig aus dem Ärmel geschüttelt daher und zeichnet sich vor allem inhaltlich durch eine humorvolle Liebeserklärung der etwas anderen Art aus. „Sehnsucht“ lässt dagegen noch einmal Melancholie aufkeimen, die der ein oder andere auf „Auf die Plätze, fertig, los“ streckenweise möglicherweise zunächst etwas vermissen mag, bevor mit „Das nächste Mal“ eine großartige, gefühlvolle Ballade als Rausschmeißer fungiert und in Endlosschleife im Ohr weiterläuft.

Das ist es also: Wieder einmal mehr als amtlich, was Daniel WIRTZ und seine Crew hier abliefern. Da fällt es leicht, die Prognose zu wagen, dass dieses Album, nicht zuletzt auch aufgrund des Rückenwinds durch „Sing meinen Song“, einen Quantensprung für den Sympathieträger aus Frankfurt bringen kann. Gegönnt wäre es ihm allemal bei so viel Herzblut und Energie, wie sie auch diesmal wieder klanglich verarbeitet worden sind.

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