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WISENT - The Acceptance. The Sorrow.

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Artist WISENT
Title The Acceptance. The Sorrow.
Homepage WISENT
Label DEVIL DUCK RECORDS
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Ein Wisent ist ein entfernter europäischer Verwandter des amerikanischen Bisons. Diese zotteligen Rinder sind recht kompakt gebaut und bringen ein ordentliches Gewicht auf die Waage. Außerdem gibt es da noch eine Kapelle aus Leipzig, die sich WISENT nennt und einen Post Hardcore zu Gehör bringt, der durchaus auch als kompakt und gewichtig bezeichnet werden könnte. Als zottelig würde ich jetzt allerdings weder den irischen Sänger Stephen Lyons, noch den Bassisten Morris Duff oder Matthias Bauer am Sechssaiter und den Drummer Oliver Ruß titulieren. „The Acceptance. The Sorrow.“ ist das Langspiel-Debüt des Vierers, der ein Konzeptalbum vorlegt, das sich – wenig überraschend – mit Akzeptanz und Trauer beschäftigt.

Die Jungs haben ihren Erstling nicht nur musikalisch und textlich in zwei Hälften geteilt, auch der Sound differiert, denn die beiden (Vinyl-)Seiten wurden jeweils einzeln aufgenommen und gemischt, um den Hörer:innen unterschiedliche Gefühle und Perspektiven zu eröffnen. Wenn man so will, sind hier zwei EPs auf einen Silberling bzw. zwei Vinylseiten gepackt worden. Den Anfang macht der hoffnungsvollere Part, der auch schon mal das Unvermeidliche akzeptiert. Der Opener „Lullaby To The Lost“ transportiert diese Emotionen auf eine wunderbar brachiale Post-Hardcore-Weise, die sich auch im nachfolgenden „Invincible“ wiederfindet. Es kracht amtlich und ist doch melodiös, die rohen Vocals ergänzen die harten Riffs perfekt. Derweil legt „Scars That Remain“ noch ein paar Schüppen drauf und macht ordentlich Tempo, ehe „Martyr“ wieder einen Gang zurückschaltet und „A Sea To Scream At“ die erste Halbzeit fast schon hoffnungsvoll enden lässt. Sämtliche Hoffnungen darf die geneigte Hörerschaft aber direkt mit dem temperamentvollen „Withered Away“ fahren lassen. „Burden“ schließt sich in düsterer Varianz zwischen hart und zart an, bevor „Alone In The Nothingness“ zum ganz großen, hochemotionalen Abriss ausholt, bei dem auch ein Piano und eine Trompete mit im Spiel sind. „The Last Scavenger“ zeigt sich auf eine ruppige Art ebenfalls sehr gefühlvoll und mit „Over The Horizon“ endet das ‚Trauerspiel‘ mit Spoken Words und einem wütenden musikalischen Aufschrei.

WISENT liefern mit „The Acceptance. The Sorrow.“ einen harten Brocken erster Güte ab. Ich hätte zwar nicht unbedingt rausgehört, dass die beiden Seiten getrennte Aufnahmeprocedere durchlaufen haben, aber die Gemütsverfassungen, die mit den Songs transportiert werden sollen, sind zweifellos zu erkennen. Macht in Gänze Post Hardcore vom Feinsten und das ausgerechnet aus dem Hause Devil Duck Records, die hier nicht nur zum ersten Mal ein Konzeptalbum veröffentlichen, sondern auch ungewohnt harte Klänge supporten.

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