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WITHIN TEMPTATION - The Heart of Everything

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Artist WITHIN TEMPTATION
Title The Heart of Everything
Homepage WITHIN TEMPTATION
Label GUN/ SONYBMG
Leserbewertung
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7.3/10 (7 Bewertungen)

Man durfte gespannt sein, wie die holländischen Gothic Metal-Durchstarter WITHIN TEMPTATION nicht nur den Erfolg von “Mother Earth” und “The Silent Force”, sondern auch die kurze Pause, welche eher dem Nachwuchs als der Erholung galt, verkraftet haben.
Recht gut, auch wenn „The Heart of Everything“ sicherlich nicht das erhoffte Überflieger-Album geworden ist, welches Band, Label und auch die Presse nach den erfolgreichen Vorgängern anvisiert haben.

Zwar rockt das neue Album durch die etwas mehr in den Vordergrund gemischten Gitarren wieder etwas mehr, aber während der gut 58 Minuten und 11 Songs hat man mehr als ein Mal den Eindruck alles schon mal gehört zu haben. Da hört man z.B. bei „Frozen“ deutlich die schon fast als Klassiker zu bezeichnenden „Angels“ und „Memories“ heraus, „Our Solemn Hour“ orientiert sich ziemlich an düster-pompösen Knallern der Marke „See who I am“ oder auch „Jillian“ und das fast zerbrechlich klingende „All I need“ könnte auch eine B-Side-Cover Version eines 80er-Jahre Songs vom „Mother Earth“-Album sein. So findet sich auf der gesamten Platte kein Knaller der Marke „Jillian“, „See who I am“, keine eindringliche Ballade à la „Memories“ und auch kein Über-Ohrwurm in der Tradition von „Ice Queen“ oder „Stand my Ground“. Da hilft es auch nichts, dass Ausnahme-Sängerin Sharon den Adel den auf „The Silent Force“ eingeschlagenen Weg erfreulicherweise konsequent weiterführt und ihre Stimme weiterhin kraftvoller einsetzt, während imposante, aber schwierig zu platzierende sehr hohe Töne nur gelegentlich und an passender Stelle platziert werden.

Alleine das zuerst als Sorgenkind in Frage gestellte Duett mit Keith Caputo (LIFE OF AGONY) entpuppt sich mit jedem Durchlauf als der einzig richtige Knaller von „The Heart of Everything“. Straight nach vorne rockend, mit Caputos eindrucksvollen Vocals durchsetzt und mit einer brillant kraftvoll singenden jungen Mutter verdeutlicht dieser Ohrwurm schon fast, dass WITHIN TEMPTATION mit diesem kleinen Ausbruch aus dem eigenen Stil regelrecht aufblühen. So sollte man in Zukunft vielleicht mehr Vertrauen ins eigene Können haben und nicht nur einfach versuchen, die schon erbrachte Top-Leistung in neue, zwar gute, aber sicherlich nicht den Erwartungen gerecht werdenden Kompositionen umzusetzen.

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