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WOLFMOTHER - Cosmic Egg

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Artist WOLFMOTHER
Title Cosmic Egg
Homepage WOLFMOTHER
Label MODULAR RECORDINGS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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8.3/10 (3 Bewertungen)

Viel ist von der WOLFMOTHER-Besatzung nicht übrig geblieben. Nach dem Erfolg der selbstbetitelten 2006er Debüt-Langrille (1,5 Mio verkaufte Einheiten weltweit) und den zwei Jahren auf Tour, die sich der VÖ anschlossen, sind Chris Ross (Bass & Keys) sowie Myles Heskett (Drums) inzwischen ausgestiegen und haben Sänger und Gitarrist Andrew Stockdale das Feld überlassen. Der hat den gut bestellten Acker in bewährter Form bearbeitet und setzt auch mit drei neuen Musikern und dem neuesten Output „Cosmic Egg“ weiter auf Seventies-Stoner- und Psychedelic-Sounds, die WOLMOTHER zur absoluten Perfektion treiben.

Der Opener „California Queen“ wird von weitläufigen Gitarrenriffs und einem tiefer gelegter Bass eröffnet, welche von Andrews fesselnder Stimme begleitet werden, ehe die erste Singleauskopplung „New Moon Rising“ donnernde Grooves und Stakkatosounds durch die Boxen jagt. Mit dem bluesigen R’n’B-Track „White Feather“ lässt es der Vierer ruhiger angehen, um Kräfte für das wunderbar scheppernde „Sundial“ zu sammeln. Beim epischen „In The Morning“ klingt zwischen all den LED ZEPPELIN- und HENDRIX-Reminiszen auch eine Spur BEATLES durch, bevor „10,000 Feet“ schwere Sludge-Rock-Geschütze vom Feinsten auffährt. Der Titelsong „Cosmic Egg“, der sich übrigens auf die optimistische Theorie der schwarzen Löcher bezieht, die besagt, dass die Implosion eines Sterns weder Verschwinden noch Zerstörung auslöst, sondern stattdessen den Beginn eines neuen Universums auslöst, hat mit dergleichen im Grunde wenig zu tun. Vielmehr berufen sich Stockdale und seine Mannen auf die großen Tugenden des Classic Rocks und verstehen es hervorragend die entsprechenden Spätsechziger- und Siebziger-Versatzstücke zeitgemäß zu interpretieren. Neben den Testosteron pumpenden Krachern gibt es mit „Far Away“ auch eine Fender-Rhodes-Piano-dominierte Nummer, der mit dem nach vorn preschenden „Pilgrim“ ein Stück folgt, welches von DEAD MEADOWs „Everything’s Goin’ On“ inspiriert wurde. „In The Castle“ frickelt sich langsam Richtung BLACK SABBATH, während der prägnante Stahlsaiter und markante Orgelakkorde bei „Phoenix“ auffallend an das erfolgreiche Debüt erinnern. Zum Schluss steht zunächst Ruhe vor dem Sturm auf dem Programm. „Violence of The Sun“ startet zurückhaltend, um ganz allmählich seine ganze psychedelische Kraft zu entfalten.

Wenn Andrew Stockdale am Mikro steht, fragt man sich durchaus, ob OZZY OSBOURNE und ROBERT PLANT womöglich einen gemeinsamen Klon in die Welt gesetzt haben. Optisch kommt der Lockenkopf wohl eher nach Mr. Plant, musikalisch hat der 33-jährige Australier alles in sich aufgesogen, was die Urväter des Rocks überliefert haben. Für die perfekte Instrumentierung sorgen ab sofort Ian Peres (Bass, Keys & Orgel), Dave Acosta (Schlagzeug) und Aiden Nemeth (Gitarre). Die Wolfsjungen machen ihren Job wirklich gut und sind neben Mastermind Stockdale definitiv mehr als nur Statisten. Wer im Oktober/November in Köln, München und Hamburg unterwegs ist, wird außerdem vielleicht auf bis zu 280 qm große WOLFMOTHER-Megaposter stoßen. Diese Aufnahmen sind Teil der größten Fotoausstellung der Welt, für die Star-Rockfotograf Danny Clinch die Band während der Aufnahme-Sessions im Rahmen der „Absolut Vodka Rock Edition“ abgelichtet hat. In jeder Hinsicht ganz großes Kino.

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