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WRECK OF THE HESPERUS - Light Rotting Out

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Artist WRECK OF THE HESPERUS
Title Light Rotting Out
Homepage WRECK OF THE HESPERUS
Label AESTHETIC DEATH
Leserbewertung
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Entweder man kann einfach nicht besser klingen oder man will es nicht. Bei WRECK OF THE HESPERUS tippe ich eher auf volle Absicht. Denn die Iren wollen ihren Funeral Doom-Sound offensichtlich so rau und düster gestalten, wie es nur geht. Dabei setzen sie gleich beim eröffnenden „Kill Monument“ auf blechernde Drums,sehr dominante Bass-Sounds und eine kaum zu erkennende Gitarre. Dazu gesellen sich brachial krächzende Vocals in Black Metal-Manier. Das ganze pegelt sich dann in einen sich wiederholenden Rhythmus ein, wo einmal der Bass angeschlagen, die Drums bearbeitet und die Stimme rausgekotzt wird und dann wieder komplette Stille herrscht… eigenwillig, aber auf über 8 Minuten doch etwas öde… Der folgende 10 Minüter „Cess Pit People“ startet dann quasi genauso wie der Opener aufhört. Aber immerhin wird hier ein wenig mehr Atmosphäre in Form von hintergründigen Keys-Sounds, und eindringlichen Gitarrensounds eingeflochten. Auch das Drumming wird ein wenig variabler und hier und da gibt es sogar mal eine etwas längere gespielte Sequenz.

Dass die Iren aber auch anders können, beweisen sie abschließend mit dem zweigeteilten 20Minuten-Epos „HolyRheum“. Verstörende Soundcollagen und Percussions ebnen den Weg in den Track, der dann abrupt seinen instrumentalen und in chaotischen Klängen gebetteten Einstieg findet. Schleppende und leicht unrhythmische Drums führen diesen Song, der von extrem „fiesen“ Vocals dominiert wird. Auch hier arbeiten die Gitarren sehr verzerrt und kaum entzifferbar als einzige Soundmaschine im Hintergrund, während der Bass sehr dicht und transparent zu vernehmen ist. Immerhin gibt es dieses Mal eine durchgehende Beschallung ohne die montone Ausrichtung der ersten Tracks, was aber die grundlegende Marschrichtung weiterhin alles andere als vielseitig macht. Im zweiten Teil dieses Songs werden die Vocals noch infernalischer, die Drums noch chaotischer, aber einige düstere, unterschwellige Keys-Sounds finden wieder ihren Weg in diese Klang-Wand. Als Highlight des ganzen Albums treten zum Finale die klaren, aber etwas konfusen cleanen Vocals von Albert Witchfinder (REVEREND BIZARRE) in Erscheinung. Ein Kontrast, der den Songs schon vorher deutlich gut getan hätte, aber dennoch ein wenig befremdlich in dem an sich sehr rohen, rauen und tief-schwarzen Sound von WRECK OF THE HESPERUS wirken.

Nichts für schwache Nerven und nur für Fans von wirklich extremem/eigenwilligem Funeral Doom geeignet!

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