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WUMPSCUT - Preferential Tribe + Bonus

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Artist WUMPSCUT
Title Preferential Tribe + Bonus
Homepage WUMPSCUT
Label Beton Kopf Media
Leserbewertung
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„Preferential tribe“ steht für eine mal wieder fette Zusammenstellung aus dem Hause Ratzinger, deren Inhalt sehr vielseitig daherkommt. Zum einen wären da zunächst zwei brandneue Tracks, darunter, da im Laufe der Zeit von vielen Seiten der Wunsch nach einer Coverversion laut geworden ist, die erste eben solche, für die sich Rudy verantwortlich zeichnet. Da er auch keinen Hehl aus seinem Faible für Acts wie den No Angels macht, lag es nahe, ihren vor kurzem aktuellen Hit „All cried out“, der in Wirklichkeit seinerseits bereits ein Cover eines im Original von Alison Moyet stammenden Songs darstellt, in elektronischere Sounds zu verpacken. Dieser weist zwar einen ungewöhnlich poppigen Melodiebogen auf, wurde aber dabei mit der :WUMPSCUT:-typischen Atmosphäre versehen. Ein Stück, welches polarisieren dürfte, wie man es eben des öfteren von :W: gewohnt ist.

Mit „Overkill“ folgt ein düsterer, eher verhaltener 7:30-Minuten-Smasher, der von seiner Stimmung her in Richtung „Hang him higher“ geht. Daneben gibt es Remixe von :WUMPSCUT: für Der Blutharsch (ein sehr gelungener militanter Stampfer, s. auch das DBH-Reviewspecial), Cleen (beatlastig) und Das Ich („Staub“), sowie die meines Wissens bisher unveröffentlichte Eigenkomposition „Marta Arnau Marti“. Gerade die Zusammenarbeit mit Albin Julius (DBH), der im Gegenzug einen „Wreath of barbs“-Remix für letzte Single fertigte, hat ja in Teilen der einschlägigen Presse eine kleine Kontroverse hervorgerufen. Meines Erachtens völlig unnötig, denn bereits die Aussage auf dem Backcover, die dort nicht zum ersten Mal auftaucht, ist völlig eindeutig. Ein lesenswertes Statement zu diesem Thema findet sich übrigens auch auf der :W:-Homepage.

Im zweiten Teil der ersten CD geht es weiter mit einer Neuauflage der 97-er „Music for a german tribe“-Scheibe, die damals exklusiv nur der streng limitierten Embryodeadbox (2525 Exemplare) beilag. Auf ausdrücklichen Wunsch vieler Fans wird dieses Sammlerstück nun aber einer breiteren Anhängerschaft zugänglich gemacht. Unter den acht Stücken befinden sich Klassiker der ersten Jahre wie „Soylent Green“, „Black death“ oder „Die in winter“ in deutschsprachigen Versionen, die auch noch heute immer wieder begeistern können.

CD 2 startet mit den Tracks der 95-er LP „Preferential legacy“ durch. Also ebenfalls ein Re-release, diesmal aus der Bunkertor-Box (1001 Exemplare). Den fleißigen Sammler, der die Box damals für teures Geld erstanden hat, wird es freuen, zumal das Teil eigentlich nie erneut aufgelegt werden sollte, und alle anderen :WUMPSCUT:-Zugeneigten sowieso, denn denen kann es egal sein, müssen sie doch nun nicht mehr ein kleines Vermögen bei Ebay & Co. loswerden, um ihre Sammlung zu komplettieren. Inhaltlich dreht es sich hier um Songs aus der absoluten :W:-Frühphase, also aus „Defcon“- und „Small chambermusicians“-Zeiten, in der Rudy allerhand unterschiedliche Richtungen ausgetestet hat und der :WUMPSCUT“-Stil sich erst allmählich entwickelte. Wer die „Blutkind“-DCD kennt, konnte sich hiervon bereits einen Eindruck machen.

Schließlich sind unter der Bezeichnung „Artefact pearls“ weiteres bisher unveröffentlichtes Material und alternative Versionen enthalten. Fairerweise sind die insgesamt 140 Minuten / 33 Stücke in schöner Aufmachung und mattlaminiertem Digipack zum normalen Albumpreis erhältlich, so dass „Preferential tribe“ sicher hilft, um die Wartezeit bis zum – nach den vielen Zwischenhappen und Re-releases wie es auch die „Liquid soylent“-DCD schon war – dann hoffentlich als nächstes anstehenden neuen Album zu überbrücken, da sich dies wohl noch bis 2004 hinauszögert.

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