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XOTOX - In den zehn Morgen

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Artist XOTOX
Title In den zehn Morgen
Homepage XOTOX
Label PRONOIZE/ DARK DIMENSIONS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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8.0/10 (5 Bewertungen)

Lange hat Andreas Davids seine zahlreichen Anhänger auf neues Material warten lassen. Immerhin sollte es knappe 3 Jahre dauern, bis nun endlich das dritte offizielle Vollzeitalbum (nach „Lichtlos“ und „[PSI]“) das Licht der Welt erblickt. Und dies auch gleich wieder in 2 Versionen: Dem Standard Jewelcase und in einer Box, kombiniert mit der Bonus-Scheibe „The Early Recordings 1999-2002“, die in dieser Rezension außen vor bleiben wird. Man durfte gespannt sein, inwieweit der sympathische Herr seinen Soundkosmos neuen Ideen öffnen würde, ist das Genre an sich doch relativ limitiert.

Und gleich der Opener „Verlust“ überrascht mit einem reduzierten Groove und einer gesampelten, spanischen Frauenstimme, was insgesamt für einen sehr interessanten Auftakt sorgt. Zum Abschluss wird dieser Track dann noch einmal in einem verspielten Remix dargeboten. Mit „Ewig“ und dem Titelstück folgen dann 2 „klassische“ Aggro-Attacken, die mit ihren hypnotisch mäandernden Beats an die Anfänge des Rütheners erinnern. Zum ganz großen Tanzflächen Hit fehlt es mir jeweils an einem prägnanten Sample, wie man es von einigen XOTOX-Hits gewohnt ist. Hier bieten sich eher die beiden „Gastarbeiten“ an. „Habitat“ bietet der optisch sehr ansehnlichen LAHANNYA eine gute Projektionsfläche für ihre Sprechstimme – während sie mir auf ihren Solowerken nicht so gefällt, ergibt ihr Auftritt hier eine Art Neo Version von ANNE CLARK mit härteren Beats. Ebenso an Bord ist der umtriebige Thomas Rainer, der ja neben seiner Stammformation L`ÂME IMMORTELLE auch ein FEINDFLUG-artiges Projekt namens NACHTMAHR betreibt. Zu „Keine Ruhe vor dem Sturm“ brüllt er sich die verzerrte Seele aus dem Hals, während der Song immer mehr in Richtung Harsh Electro tendiert. Dazu gibt es noch 2 gelungene Fortsetzungen von „Winterblut“, hier und da experimentellere Klänge („Das Haus an der Thune“) und ansonsten viel Gespür für die Verquickung von Noise, Electro und Industrial.

Der gute Andreas hat seine spezielle Nische endgültig gefunden und in meinen Augen sein reifstes Werk abgeliefert. Eine konsequente Mixtur aus Vergangenheit und Moderne ist ihm hier gelungen, nur die besonders hervorstechenden Kompositionen sucht man vergebens. Dafür befindet sich alles auf einem konsequent guten Niveau.

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