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Y-LUK-O - Elektrizitätswerk

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Artist Y-LUK-O
Title Elektrizitätswerk
Homepage Y-LUK-O
Label FINAL DUSK RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Die Avantgarde Elektroniker von Y-LUK-O beehren uns genau 2 Jahre nach ihrem letzten Werk “Kerion Celsi“ wieder mit einem vollständigen Longplayer, dieses mal ausschließlich mit neuen Kompositionen. Mittlerweile ist man zum Trio angewachsen, da sich Gitarrist Siegfried Grampe zum harten Kern bestehend aus Leonardo von Leibnitz und Yluko gesellt hat. Ebenfalls neu ist das Label, nach 2 Veröffentlichungen auf Sonic-X wechselte man zum Newcomer Final Dusk, wo man zusammen mit den Bielefeldern NCOR das erste Pferd im Stall ist. Die Produktionsgeschichte fällt dagegen direkt „klassisch“ aus, da man sich wieder als Weltenbummler betätigt und in Wettenberg, Chicago und London aufgenommen hat, unter anderem unter der Ägide von Carlos Perón!

Kommt das Quasi-Titellied „Electricity“ noch beschwingt, fast ein wenig „loungig daher“ und besticht vor allem mit dem tief-knarzigen Gesang (ein wenig like JOACHIM WITT) wechseln die Y-LUK-Os mit „Ein Lied von der Freiheit“ ins deutsche und zudem treibende Fach. Übers ganze Album hinweg wird man immer wieder von den Arrangements und neuen, interessanten Elementen überrascht. Das führt zwar dazu, dass man diese CD kaum nach dem ersten Hördurchgang in die Arme schließt, mit der Zeit entwickelt sie aber ein erstaunliches Eigenleben. Da sind einige interessante politische Samples dabei (z.B. von Erich Honecker), dann und wann Frauengesang im Hintergrund und vor allem der im Vergleich zu den vorherigen Releases stark gestiegene Gitarrenanteil. So dürfte die Bezeichnung Electro Rock hier das beste Etikett sein und Anhänger eines gewissen Herrn Mansons sollten die Ohren spitzen. Mit dem clubtauglichen „Fallen Down“ (einige KMFDM-Elemente) und dem orientalisch angehauchten „Dandelion’s Dream“ (inkl. LAI-Refrain) hat man die beiden besten Stücke direkt nacheinander platziert, aber auch der Einsatz von „Western Gitarren“ bei „Respirator“ lässt aufhorchen.

Eine zunächst sperrige, später aber sehr reizvolle CD im Grenzgebiet von Electro, Gitarren und artfremden Einflüssen, die es in den Clubs wegen der bekannten DJ-Halsstarrigkeit schwer haben, „zuhause“ aber einige aufgeschlossene Crossover-Hörer finden wird. Ein sehr gelungenes Label-Debüt!

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